Waldbrand im Hosterwald: Großeinsatz nach 78 Stunden beendet [Bildergalerie]
- Der Waldbrand im Hosterwald bei Illingen hat rund 18 Hektar Fläche erfasst und mehr als 1.000 Einsatzkräfte gebunden. Nach 78 Stunden wurde der Großeinsatz der Feuerwehr beendet.
- Foto: Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen
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Illingen. Am Sonntag, 16. August, brach gegen 12.55 Uhr im Hosterwald bei Illingen ein Waldbrand aus. Nach 78 Stunden ist der Großeinsatz am Mittwoch, 19. August, gegen 19 Uhr beendet worden, wie der Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen berichtet. Die betroffene Fläche wuchs von zunächst rund drei auf etwa 18 Hektar an.
Mehr als 1.000 Einsatzkräfte waren seit Sonntag beteiligt. Das Feuer breitete sich in dem schwer zugänglichen Waldgelände schnell aus. Wegen der Dimension wurde eine Außergewöhnliche Einsatzlage nach dem Saarländischen Brand- und Katastrophenschutzgesetz festgestellt. Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus dem gesamten Saarland sowie Kräfte aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Luxemburg unterstützten den Einsatz.
Besonders kritisch wurde die Lage, als die Flammen einen landwirtschaftlichen Betrieb mit rund 70 Pferden und 300 Kühen bedrohten. Ein Übergreifen konnte verhindert werden. Große Probleme bereitete die Löschwasserversorgung. Mehr als sechs Kilometer Feuerwehrschläuche wurden verlegt. Über 20 Landwirte, Forstwirte sowie Bau- und Lohnunternehmer halfen mit Traktoren und Wasserfässern. Zwei Hubschrauber der hessischen Landespolizei flogen 87 Löschwasserabwürfe und brachten rund 60.000 Liter Wasser auf die Brandfläche. Mehrere Drohneneinheiten unterstützten die Lageerkundung.
Wegen starker Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über NINA, KATWARN und weitere Kanäle gewarnt. Das Waldgebiet wurde vollständig gesperrt. Da mögliche Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet wurden, kam der Kampfmittelbeseitigungsdienst zum Einsatz. Kampfmittel wurden nicht gefunden.
Auch aus Luxemburg kam Hilfe: Eine Spezialeinheit des CGDIS setzte einen Löschroboter ein. Die Organisation @fire war mit Spezialkräften für Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung vor Ort. DRK und Malteser betrieben ein Versorgungszentrum, in dem zeitweise rund 400 Mahlzeiten gleichzeitig für die Einsatzkräfte vorbereitet wurden. Landesbrandinspekteur Timo Meyer erklärte, nach seinem Kenntnisstand habe es im Saarland in den vergangenen 70 Jahren keinen Wald- oder Flächenbrand dieser Größenordnung und mit vergleichbarer Einsatzdauer gegeben. Mit dem Ende des Feuerwehreinsatzes wurde auch die Außergewöhnliche Einsatzlage aufgehoben.
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |