Silvesternacht im Saarland: Über 350 Polizeieinsätze, Brände und Verletzte

In der Silvesternacht war die Landespolizeidirektion Saarland landesweit mit verstärkten Kräften im Einsatz | Foto: fotosr52/stock.adobe.com
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Saarland. In der Silvesternacht war die Landespolizeidirektion Saarland landesweit mit verstärkten Kräften im Einsatz, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zum Jahreswechsel zu gewährleisten. Insgesamt verzeichnete die Polizei mehr als 350 Einsätze. Auf Grundlage der Erfahrungen aus den Vorjahren konzentrierten sich die Einsatzmaßnahmen insbesondere auf bekannte Einsatzschwerpunkte, an denen die Polizei frühzeitig präsent war und bei Bedarf konsequent eingriff, um Gefahrenlagen zu verhindern.

In der Landeshauptstadt Saarbrücken sammelten sich bereits deutlich vor Mitternacht zahlreiche Jugendliche und Heranwachsende im Bereich des Rabbiner-Rülf-Platzes. In der Spitze hielten sich dort sowie im unmittelbaren Umfeld mehr als 1.000 Personen auf. Während eines Feuerwehreinsatzes wurden Einsatzkräfte durch den Wurf eines Böllers verletzt und erlitten ein Knalltrauma. In diesem Zusammenhang wurde ein Strafverfahren gegen bislang unbekannte Täter eingeleitet. Zudem stellte die Polizei ein massives Abbrennen von Feuerwerkskörpern fest.

Insgesamt leitete die Polizei fünf Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein, überwiegend im Zusammenhang mit dem Einsatz pyrotechnischer Gegenstände. Darüber hinaus kam es auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei größeren Personengruppen. Beim Eintreffen der Polizeikräfte entfernten sich die Beteiligten von der Örtlichkeit. Die Ermittlungen zu diesem Vorfall dauern an. Gegen 1 Uhr verließen die meisten Personen den Bereich, sodass die zuvor eingerichteten Sperrmaßnahmen rund um die Wilhelm-Heinrich-Brücke aufgehoben werden konnten.

Im Verlauf der Nacht rückte die Polizei außerdem zu mehreren Einsätzen mit Brandgeschehen aus, darunter auch drei Wohnhausbrände. In Köllerbach geriet gegen 0.30 Uhr in der Schulstraße ein Mehrparteienanwesen in Brand. Personen wurden dabei nicht verletzt, mehrere im Gebäude befindliche Haustiere konnten jedoch nicht mehr gerettet werden. Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

In Schwalbach kam es gegen 0.15 Uhr in der Hauptstraße zu einem Brand in der Garage eines beidseitig angebauten Wohnhauses. Ein dort abgestelltes Fahrzeug wurde in Mitleidenschaft gezogen und brannte vollständig aus. Ein Hausbewohner wurde leicht verletzt. Am Gebäude entstand Sachschaden, das Anwesen ist aktuell nicht bewohnbar. Auch hier dauern die Ermittlungen zur Brandursache an. In Saarbrücken brach gegen 3.45 Uhr in der Ursulinenstraße ein Brand in einer Wohnung eines Mehrparteienanwesens aus. Die Bewohnerin bemerkte das Feuer und wurde leicht verletzt. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Die Ermittlungen zur Ursache wurden aufgenommen.

Darüber hinaus registrierte die Landespolizeidirektion im Saarland insgesamt 15 Einsätze im Zusammenhang mit Schlägereien und Körperverletzungsdelikten sowie acht angezeigte Fälle häuslicher Gewalt. In der Nacht zum Jahreswechsel nahm die Polizei zudem 44 Verkehrsunfälle auf, darunter zehn Unfälle mit Personenschäden. In vier Fällen wurden Führerscheine von Personen einbehalten, die nicht mehr fahrtüchtig waren. Landesweit kam es außerdem zu zwei Fällen von Widerstand gegen Polizeibeamte, einmal im Bereich der Polizeiinspektion Saarlouis im Rahmen einer Ingewahrsamnahme sowie bei einer Blutprobenentnahme bei der Polizeiinspektion Neunkirchen. Dabei wurden keine Einsatzkräfte verletzt. rav/lpdsl

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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