Polizeieinsatz in St. Ingbert: Verdacht um radioaktive Mineralien

In St. Ingbert läuft ein größerer Polizeieinsatz wegen des Verdachts auf unsachgemäßen Umgang mit radioaktiven Mineralien. Nach Angaben der Behörden besteht aktuell keine Gefahr für die allgemeine Öffentlichkeit. | Foto: Kim Rileit
  • In St. Ingbert läuft ein größerer Polizeieinsatz wegen des Verdachts auf unsachgemäßen Umgang mit radioaktiven Mineralien. Nach Angaben der Behörden besteht aktuell keine Gefahr für die allgemeine Öffentlichkeit.
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St. Ingbert. Am Dienstag, 4. August, führen Polizei und mehrere Fachbehörden in St. Ingbert abgestimmte Einsatzmaßnahmen gegen einen 24-Jährigen durch. Hintergrund ist der Verdacht auf einen unsachgemäßen Umgang mit radioaktiven Mineralien, wie die Landespolizeidirektion Saarland mitteilt.

An dem Einsatz sind nach Behördenangaben neben der saarländischen Polizei auch die für den Strahlenschutz zuständigen Stellen, Feuerwehren, spezialisierte CBRN-Einheiten sowie weitere Behörden beteiligt. Die Maßnahmen seien gemeinsam vorbereitet worden und würden von qualifiziertem Fachpersonal begleitet. Nach bisherigem Kenntnisstand besteht keine Gefahr für die allgemeine Öffentlichkeit. Die Behörden wollen mit dem Einsatz mögliche Risiken früh erkennen, bewerten und falls nötig beseitigen.

Nach ersten Ermittlungen handelt es sich um natürlich vorkommendes Gesteinsmaterial mit natürlicher Radioaktivität, das zusätzlich mit Schwermetallen verunreinigt sein kann. Problematisch kann es vor allem werden, wenn das Material mechanisch verarbeitet wird. Dann können Stäube freigesetzt werden, die über die Atemwege in den Körper gelangen und ein Gesundheitsrisiko darstellen. Welche Stoffe genau betroffen sind, ist laut Polizei derzeit noch offen.

Die Polizei bittet darum, Spekulationen zu vermeiden. Weitere Angaben zu dem laufenden Verfahren machen die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht. Zudem ist der Betrieb von Drohnen und anderen unbemannten Fluggeräten im Bereich der Einsatzstelle nicht erlaubt. Bürgerinnen und Bürger mit Fragen zum Strahlenschutz können sich per E-Mail an presse@umwelt.saarland.de oder telefonisch unter 0681 501-4710 wenden.

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Autor:

Jens Vollmer aus Kaiserslautern

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