Behördeninfo zu Großeinsatz in St. Ingbert: Das ist bekannt
- Zahlreiche Einsatzkräfte waren am Dienstag vor Ort, von Polizei über Feuerwehr bis hin zu Experten für Gefahren wegen chemischer, biologischer, radiologischer oder nuklearer Stoffe.
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St. Ingbert. Nach dem Einsatz wegen radioaktiver Mineralien in einer Wohnung in St. Ingbert bleiben für Anwohner vor allem zwei Punkte wichtig: Die betroffene Wohnung ist gesperrt und unbewohnbar, für Nachbarn sieht die Polizei nach bisherigen Angaben jedoch kein Risiko.
Polizei und weitere am Einsatz beteiligte Behörden wollen am Mittwoch, 5. August, um 12 Uhr im Innenministerium in Saarbrücken über den Großeinsatz vom Dienstag informieren. Nach Angaben der Polizei gab es Hinweise, dass ein 24-Jähriger in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus radioaktive Mineralien gelagert und damit unsachgemäß umgegangen haben soll.
Nach wie vor ist unklar, um welche Mineralien es sich genau handelt. Offen ist auch, ob das Material inzwischen abtransportiert wurde und warum der Mann es in der Wohnung aufbewahrte.
Was bislang zu den Gesundheitsrisiken bekannt ist
Laut Polizei können bei mechanischer Verarbeitung des Gesteinsmaterials sowohl Schwermetalle als auch radioaktive Partikel freigesetzt werden. Die dabei entstehenden Stäube bergen demnach bei direktem und ungeschütztem Kontakt ein Gesundheitsrisiko. In der Wohnung wurden Strahlungswerte festgestellt. Deshalb wurde sie gesperrt und für unbewohnbar erklärt.
Für andere Bewohner des Hauses bestand nach Polizeiangaben aber kein Anlass, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Ermittlungen richten sich inzwischen zudem auf ein weiteres Objekt eines Dritten. Dort könnten nach Angaben der Polizei ebenfalls diese Mineralien gelagert worden sein. Wo sich dieses Anwesen befindet, wurde zunächst nicht mitgeteilt. dpa/red
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |