Festnahmen im Raum Saarbrücken: Schlag gegen Schleuser
- Den Ermittlungsbehörden ist ein Schlag gegen Schleuser gelungen (Symbolbild).
- Foto: Patrick Pleul/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Saarbrücken. Für die Menschen in der Region zeigt ein größerer Polizeieinsatz im Raum Saarbrücken, wie Ermittler gegen internationale Schleuserkriminalität vorgehen. Bei einer gemeinsamen Aktion mehrerer Staatsanwaltschaften wurden nach Angaben der Bundespolizei in München drei Haftbefehle vollstreckt.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Hunderte Flüchtlinge vor allem aus Syrien geschleust zu haben. Laut Bundespolizei sollen die Menschen teils auf gefährlichen Überfahrten von Libyen über das Mittelmeer zur italienischen Insel Lampedusa und weiter nach Deutschland gebracht worden sein.
Durchsuchungen in sechs Objekten
Bei dem noch laufenden Einsatz durchsuchten Ermittler sechs Örtlichkeiten im Raum Saarbrücken. Dazu zählt auch eine Lagerhalle, die nach bisherigen Erkenntnissen mit den mutmaßlichen Schleusungen in Verbindung stehen soll.
Die Verdächtigen sollen Teil einer internationalen Täterstruktur mit Verbindungen nach Libyen und zu einer dort agierenden Miliz sein. Nach den bisherigen Erkenntnissen mussten Geschleuste hohe Geldbeträge von bis zu 10.000 Euro zahlen. Bei einigen Verdächtigen fanden Ermittler zudem Falschgeld.
Ermittlungen laufen seit 2022
Als Hauptverdächtiger gilt ein 26 Jahre alter Mann. Zudem wurden in Serbien ein 31-Jähriger und ein 32-Jähriger festgesetzt. Der 31-Jährige soll ein hochrangiger Schleuser und Mitglied des international agierenden Sarawi-Clans sein. Ihm wird vorgeworfen, 152 Migranten über die sogenannte Balkanroute eingeschleust zu haben. Die teils verdeckt geführten Ermittlungen laufen laut Bundespolizei bereits seit 2022. dpa/red
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |