Blockade, Festnahme, Sperrung: Polizei zieht Bilanz von politischer Demo
- Eine Gegenkundgebung sorgte am Samstag für einen Großeinsatz der Polizei (Symbolfoto)
- Foto: Paul Needham
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Saarbrücken. Am Samstag, 28. Februar, kam es in Saarbrücken rund um eine politische Veranstaltung und eine Gegenkundgebung zu einem größeren Polizeieinsatz. In der Landesgeschäftsstelle der AfD in der Dudweiler Landstraße fand am Vormittag die Gründungsveranstaltung der Jugendgruppierung „Generation Deutschland“ statt. Parallel dazu versammelten sich unter dem Motto „Keine AfD-Jugend im Saarland!“ mehrere hundert Menschen zu einer Gegenkundgebung.
Bereits ab 8.30 Uhr strömten die Teilnehmenden zur Gegenversammlung. In der Spitze zählte die Polizei bis zu 350 Menschen. Gegen 9.30 Uhr spitzte sich die Lage kurzzeitig zu, als sich etwa 40 Personen zu einer Sitzblockade auf der Fahrbahn der Dudweiler Landstraße, direkt im Bereich der AfD-Geschäftsstelle, formierten. Nach wiederholten Aufforderungen durch die Einsatzkräfte verließ die Gruppe schließlich die Straße und schloss sich wieder der angemeldeten Versammlung an.
Im weiteren Verlauf versuchten mehrere vermummte Personen aus der Menge heraus, eine polizeiliche Absperrung zu durchbrechen. Nach Einschätzung der Beamten wollten sie augenscheinlich Teilnehmer der Gründungsveranstaltung angehen. Die Polizei griff ein, sicherte zwei Männer, fixierte sie und nahm beide vorübergehend in Gewahrsam. Zusätzlich erteilten die Einsatzkräfte mehreren Personen Platzverweise.
Kurz darauf verdichtete sich im vorderen Bereich der Gegenversammlung erneut eine Gruppe vermummter Personen. Sie drückte in Richtung Fahrbahn und Veranstaltung und ignorierte mehrfach die Durchsagen über Lautsprecher, sich in den zugewiesenen Bereich zurückzubegeben. Die Polizei drängte die Gruppe schließlich mit einfacher körperlicher Gewalt zurück. Dabei schlug ein Versammlungsteilnehmer einem Polizeibeamten mit der Faust ins Gesicht.
Wegen der angespannten Situation sperrte die Polizei die Dudweiler Landstraße zwischen der Einmündung Meerwiesertalweg und der Johannisbrücke für rund 45 Minuten in beide Richtungen. Der Verkehr kam in diesem Bereich vollständig zum Erliegen.
Gegen 12 Uhr meldeten Teilnehmende der Gegenkundgebung eine Spontanversammlung in Form eines Aufzugs an. Die Route führte von der Dudweiler Landstraße bis zum Max-Ophüls-Platz. Die Polizei begleitete den Aufzug ohne besondere Zwischenfälle. Um 12.35 Uhr erklärte der Versammlungsleiter die Aktion für beendet. In diesem Zusammenhang nahmen die Einsatzkräfte den Tatverdächtigen des Angriffs auf den Polizeibeamten vorläufig fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam der Mann wieder auf freien Fuß.
Wie die Landespolizeidirektion Saarland mitteilt, verhielt sich der überwiegende Teil der Versammlungsteilnehmer während des gesamten Einsatzes friedlich und kooperativ. Allerdings fielen etwa 40 bis 50 Personen auf, die sich über die Dauer der Kundgebung und des Aufzugs immer wieder vermummten und gegen erteilte Auflagen verstießen. Die Ermittlungen zu diesen Vorfällen dauern an.
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |