- Ein etwas anderer Reisebericht -
Jubiläum „light“ – Jagdhornbläser aus Dudenhofen im Jubiläumsjahr zu Gast im Martelltal

Jagdhornbläser Dudenhofen mit dem Bürgermeister von Martell, Georg Altstätter (rechts)
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  • Jagdhornbläser Dudenhofen mit dem Bürgermeister von Martell, Georg Altstätter (rechts)
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Dudenhofen/Martell (cke.). 50 Jahre Jagdhornbläser der Kolpingsfamilie Dudenhofen und 45 Jahre Partnerschaft zwischen den Gemeinden Dudenhofen in der Pfalz und Martell in Südtirol: Eigentlich allesamt geeignete Anlässe diese Jubiläen gebührend zu feiern, wenn da nicht Corona wäre und zugleich auch aufzeigt, wie schnell sich die Welt verändern kann.
   
Noch vor fünf Jahren reiste halb Dudenhofen, prominent begleitet von der Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Frau Prof. Dr. Maria Böhmer und weiterer Funktions- und Würdenträger für mehrere Tage nach Südtirol ins schöne Martelltal um auf die jahrzehntelange gewachsene, gefestigte, mit Leben gefüllte Freundschaft anzustoßen und eine der wohl intensivsten und nachhaltigsten europäischen Gemeindepartnerschaften die es in der Pfalz gibt, hoch leben zu lassen. Im Rahmen einer gemeinsamen Ratssitzung, einem großen Begegnungsabend und dem Erfahrungsaustausch zwischen Kommunalpolitikern des Vinschgau und der Vorderpfalz wurde in Martell - und kurze Zeit danach auch in Dudenhofen - die Partnerschaft symbolisch erneuert. Immer mit dabei: Die Bläser des Jagdhornbläserensembles der Kolpingsfamilie Dudenhofen, die auch schon Mitte der 70er Jahre regelmäßig Zeltlager und Ferienreisen in die Partnergemeinde unternommen hatten und die seither immer auch eine enge Verbindung zu der Partnergemeinde pflegen.
     
Die Pandemie des Jahres 2020 hingegen änderte auf vielfältige Weise das Versprechen, dem sich beide Gemeinden seit dem 5. Oktober 1975 verpflichtet fühlen: „Zur Sicherung einer glücklichen Zukunft in einem geeinten Europa die freundschaftlichen Beziehungen und den gegenseitigen Respekt der Völkerverständigung zu pflegen und weiter zu entwickeln“. Gegenseitige Besuche, der Ideen- und Informationsaustausch, die Weiterentwicklung der menschlichen und kulturellen Beziehungen, der Austausch zwischen Jugend, Organisationen, Vereinen und Gruppen, zum Wohl der Bürger beider Gemeinden schienen sich in den vergangenen Monaten und Wochen – auch mit Blick auf die Absage der offiziellen Jubiläumsfeierlichkeiten – indes nur noch auf den Bereich der sozialen Medien zu beschränken, die – auch unabhängig von Corona - zwischen den einzelnen örtlichen Organisationen, Vereinen, Gastronomiebetrieben und Privatpersonen beider Gemeinden bislang schon kontinuierlich unterhalten werden.
  
Und so machten sich die musikalischen Botschafter aus Dudenhofen im Jubeljahr anders als geplant auf den Weg gen Süden: Corona-conform nicht in Reisebussen, sondern in haushaltsnahen Fahrgemeinschaften per Einzel-PKW, keine publikumsträchtigen Konzertdarbietungen in Innenräumen, Begegnungen mit Freundinnen und Freunden vor Ort nur mit Abstand und Maske. Insofern überwogen während der Begegnungs- Kultur und Wanderwoche der Jagdhornbläser die Aktivitäten an der frischen Luft. Inspiziert wurde u.a. der erst im Sommer dieses Jahrs mit ca. 11 km Länge neu konzipierte Marteller-Almenweg; zudem ging es nach einem eindrucksvollen Vortrag über die historischen Hintergründe der sog. „Cevedalefront“ im ersten Weltkrieg über den Plima-Schluchtenweg auch an die Orte bei der Zufallhütte, an denen die Gemeinde Martell verschiedene Projekte der Erinnerungskultur initiiert (u.a. Wiederherstellung des ehemaligen Badhauses der Soldaten). Weitere Wanderungen zeigten der Delegation ebenso wieder viele Facetten des Tals auf, das neben Technik/Fortschritt (zB. Stausee in Hintermartell) und einer auf die Zukunft ausgerichteten Land- und Obstwirtschaft (zB. Erdbeerplantagen) immer auch die Bewahrung des Traditionellen im Blickfeld der örtlichen Entwicklung hat.
 
Einen kleinen offiziellen Charakter hatte die Fahrt indes dann doch noch: Gleich nach Bestätigung seiner Wiederwahl als Bürgermeister der Gemeinde Martell erschallten im Beisein des neuen und alten Amtsinhabers Georg Altstätter vorm "Hotel  Waldheim“ musikalische Glückwünsche durchs Tal, dargeboten von den Jagdhornbläsern aus Dudenhofen.
   
Und so hoffen alle Beteiligten nach ihrer Rückkehr, dass zumindest zum gemeinsamen Hundertjährigen in zweieinhalb Jahren vieles so sein wird wie früher, die Partnerschaftsbegegnungen zwischen den Menschen beider Gemeinden wieder ungeschmälert weiter gedeihen können und man – wie vor Corona – im 500 km entfernten Martell zu jeder Jahreszeit (fast) immer auch jemanden aus Dudenhofen antrifft.
 
Wer den Reisebericht der Jagdhornbläser in Text und Bildern nachlesen möchte kann dies unter ihrer Facebook-Fanseite ausführlich nachholen. Und wer die nicht findet, kommt im WWW bspw. über die Hashtags #schnellNachMartell #plimaistprima #Jagdhorn #Jagdhornbläser #Dudenhofen #Martell #spargeltriffterdbeere sicherlich auch schnell ans Ziel.
  
  
Info: 50 Jahre Jagdhornbläser Dudenhofen:
Die Jagdhornbläser Dudenhofen sind im Jahre 1970 aus dem Fanfarenzug der Kolpingsfamilie Dudenhofen hervorgegangen. Gründer der Gruppe war der im Jahr 2011 verstorbene Erhard Mayer. In seinem Sinne führt seither der musikalische Leiter, Gerhard Hoffmann, diese Ideen fort.
  
Bei den Jagdhornbläsern Dudenhofen sind zurzeit 15 Bläser aktiv – anders als bei anderen Gruppierungen geht kein einziger der Instrumentalisten auf die Jagd. Als gemischtes Bläserensemble, bestehend aus Fürstpless- und Parforcehörnern in der Stimmung B, verfügt das Jagdhorn-Ensemble über ein breit gefächertes Repertoire an Naturstücken. Eine Hubertusmesse gehört ebenfalls zum Programm.
 
Als rührige Abteilung der Kolpingsfamilie Dudenhofen engagieren sich die Jagdhornbläser innerhalb der Ortsgemeinde Dudenhofen, bei den örtlichen Vereinen und auch überregional bei einer Vielzahl von Veranstaltungen.
 
Zu den traditionellen Auftritten der Jagdhornbläser gehören mitunter:
- das Stellen des Maibaums und die Eröffnung der Kerwe,
- die Mitwirkung beim überregional bekannten Weihnachts-Waldbasar,
- die Eröffnung des vom „Forstamt Pfälzer Rheinauen“ mitveranstalteten „Walderlebnistages“ in Hanhofen,
- im jährlichen Wechsel die Gestaltung der Hubertusmesse im Gemeindewald bei der „Rentnerhütte“ bzw. des Erntedankfestes an der historischen „Wingertsmühle“ oder in der Kirche,
- die musikalische Umrahmung verschiedenster Jubiläen und Feiern auch weit über die eigenen Ortsgrenzen hinweg,
- zudem nahm die Jagdhorngruppe in den Jahren 2017, 2018 und 2019 am „Großen Hörnerklang“ und der Hubertusmesse am Kaiser- und Mariendom zu Speyer teil.
 
Natürlich kommt bei den Jagdhornbläsern auch die Geselligkeit nicht zu kurz: Die Gruppe trifft sich beispielweise - mal mit und mal ohne Instrumente - zu Neuem Wein mit Zwiebel- und Speckkuchen oder zur Fahrradtour mit Familien und Freunden. Besuche in der Partnergemeinde Martell in Südtirol (so zB. auch 2018 mit einem bei der Zufallhütte auf 2.264m wohl höchstgelegenen Platzkonzert eines Jagdhorn-Ensembles überhaupt) sind gleichwohl bei offiziellen und privaten Anlässen immer wieder auch ein Highlight der Kolping-Jagdhornbläser-Gemeinschaft.
 
Seit 2014 berichten die Jagdhornbläser mit derzeit rund 650 Bildbeiträgen via Facebook über den reichhaltigen Veranstaltungsreigen ihres Ensembles (https://www.facebook.com/jagdhornblaeser.dudenhofen/)
 
Der You-Tube-Kanal der Jagdhornbläser befindet sich noch im Aufbau, beinhaltet aber derzeit bereits rund 15 verschiedene Beiträge.
 
Interessenten*innen – mit und ohne Vorkenntnisse -, die sich der Gruppe anschließen möchten sind jederzeit herzlich willkommen. Die Proben finden in der Regel jeden ersten und letzten Freitag im Monat statt. Kontakt: Gerhard Hoffmann; Tel: 06232 / 95618; E-Mail: jagdhornblaeser@freenet.de

Autor:

Clemens Keller aus Römerberg-Dudenhofen

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