Tierpark Donnersberg geschlossen: PETA fordert Auflösung der Privathaltung und Tierhalteverbot
- Das Gehege der Bartaffen im Tierpark Donnersberg
- Foto: PETA Deutschland e.V.
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Rockenhausen. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Donnersbergkreis bestätigte gegenüber der Tierschutzorganisation PETA, dass der Tierpark Donnersberg derzeit als Privattierhaltung ohne Besuchsmöglichkeit fortgeführt werde. Dem Betrieb sei die als Zoo notwendige Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz entzogen worden. Zudem habe der Halter die Zahl der Tiere verringert.
Laut tierschutzrechtlichen Verfügungen von 2022 bis 2024 gab es wiederholt erhebliche Mängel in der Versorgung und Haltung, und Tiere litten unter Stress und Langeweile. Die nun fehlenden Eintrittseinnahmen dürften die finanzielle Situation des Halters zusätzlich verschärfen und damit die Versorgung der Tiere erschweren. Daher hat PETA schriftlich an die Veterinärbehörde appelliert, ein Tierhalteverbot zu prüfen, und erneut angeboten, bei der Vermittlung der Tiere zu unterstützen.
„Mit dem Entzug der Zoogenehmigung ist es nicht getan. Dass die Öffentlichkeit das Leid nicht mehr sehen kann, ändert nichts an der Situation der Tiere“, so Biologin Dr. Yvonne Würz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche. „Ihr Alltag bleibt geprägt von den Umständen, unter denen sie zuvor leiden mussten. Sie sollten daher schnellstmöglich in Auffangstationen und andere geeignete Einrichtungen kommen, die ihre Bedürfnisse besser berücksichtigen.“ red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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