Donnersberger Integrationsinitiative e.V.
Bewegende Lebensgeschichten prägen das Interkulturelle Café am Weltfrauentag
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Bewegende persönliche Geschichten prägten das Interkulturelle Café zum Weltfrauentag am Sonntag, 8. März 2026, in der alten katholischen Kirche in Kriegsfeld. Rund 40 Besucherinnen und Besucher folgten der gemeinsamen Einladung der Donnersberger Integrationsinitiative e.V. mit der Ortsgemeinde Kriegsfeld und nutzten den Nachmittag für Begegnung, Austausch und gemeinsames Erinnern an die Bedeutung von Frauenrechten weltweit.
Besonders eindrucksvoll waren die Berichte zweier Teilnehmerinnen. Eine iranische Frau erzählte, dass sie in ihrer Heimat als Verkehrsflugzeugpilotin gearbeitet habe. Aufgrund der politischen Verhältnisse sei ihr die Ausübung dieses Berufs jedoch verboten worden. Sie habe sogar im Gefängnis gesessen und ihr Land schließlich unter großen Schwierigkeiten verlassen müssen. Auch eine afghanische Teilnehmerin berichtete von ihrem früheren Beruf: Sie war in ihrer Heimat Richterin, konnte diese Tätigkeit jedoch nach der Machtübernahme der Taliban nicht mehr ausüben. Die persönlichen Schilderungen machten deutlich, wie existenziell Fragen von Freiheit, Bildung und beruflicher Selbstbestimmung für viele Frauen sind.
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Der Weltfrauentag wurde bei der Veranstaltung daher nicht nur als symbolischer Gedenktag wahrgenommen, sondern auch als Moment des Austauschs, der gegenseitigen Unterstützung und der Hoffnung. Gerade im interkulturellen Café erhielt das Thema eine besondere Tiefe, da viele der anwesenden Frauen Erfahrungen von Flucht, Krieg oder politischer Unterdrückung mitbringen.
Dass das Interkulturelle Café diesmal in Kriegsfeld stattfand, war eine Besonderheit. Normalerweise wird die Veranstaltung im Bistro der Donnersberghalle in Rockenhausen ausgerichtet. In diesem Jahr geht das Café jedoch „auf Reisen“.
Bürgermeisterin Angi Brabänder und Erika Steinert begrüßten die Gäste und sprachen über die Bedeutung des Weltfrauentags. Sie betonten, dass Frauenrechte weltweit weiterhin keine Selbstverständlichkeit seien. Prädikantin Frau Breitwieser richtete ein Grußwort an die Gäste.
Für den musikalischen Rahmen sorgte eine ukrainische Familie. Während Oleksandr Fedorenko die technische Betreuung der Lautsprecheranlage übernahm, begeisterte sein Sohn Tyhran das Publikum mit Solostücken auf der Blockflöte. Die Mutter, Yana Fedorenko, ergänzte mit selbst verfassten Texten.
Die Mehrheit der Gäste stammte aus der Ukraine, viele Frauen trugen traditionelle ukrainische Blusen. Neben mehreren einheimischen Teilnehmenden konnten auch eine iranische Frau sowie zwei afghanische Frauen begrüßt werden. Unter den Gästen waren zudem die Landtagsabgeordneten Lisett Stuppy (Bündnis 90/Die Grünen) und Jaqueline Rauschkolb (SPD).
Valentina Kempf dolmetschte die Beiträge souverän ins Ukrainische und Deutsche. Für den Transport der vielen Gäste wurden Ruftaxis organisiert, zusätzlich unterstützte Rudolf Schweikart mit seinem privaten Pkw.
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Die Bäckerei Münzel aus Rockenhausen spendete Kuchen, während das Café-Team mit Oksana Voloshchuk, Elena Selivanova und Tetiana Kozariichuk weitere selbst gebackene Kuchen sowie Kaffee und Tee anbot.
Zum Abschluss verabschiedeten Erika Steinert, Angi Brabänder und Valentina Kempf die Gäste und bedankten sich für die bewegenden Begegnungen des Nachmittags. Erika Steinert lud zugleich zum nächsten mobilen Interkulturellen Café ein: Am 31. Mai 2026 um 15 Uhr macht es in Stahlberg Station – gemeinsam mit dem Dorfcafé und der Dorfjugend. Geplant ist vorher ein gemeinsamer Besuch der Waldmurmelbahn sowie des Walderlebnispfads, bevor der Nachmittag gemütlich bei Kaffee und Kuchen ausklingt. Den feierlichen Abschluss bildete der kirchliche Segen, den Prädikantin Frau Breitwieser spendete.
Donnersberger Integrationsinitiative e.V.
Vorständin Frau Profn. Dr. Erika Steinert
erika.steinert@gmail.com
Autor:Mirco Faller aus Rockenhausen |
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