Start in Lahnstein: Pohl schwimmt dritte Rhein-Etappe
- Nach zwei Tagen der Challenge macht sich die Belastung bei Pohl zunehmend bemerkbar.
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Lahnstein. Für Menschen am Rhein zeigt die dritte Etappe der Spenden-Challenge von Nathalie Pohl am Donnerstag, 13. August, wie stark Niedrigwasser und Strömung die Strecke prägen. Die Extremschwimmerin ist am Vormittag in Lahnstein erneut ins Wasser gegangen und will bis nach Bad Honnef rund 58 Kilometer zurücklegen.
Nach Angaben ihrer Sprecherin hat Pohl die ersten beiden Etappen von Frankfurt bis in den Raum Bingen erfolgreich bewältigt. Am Mittwoch führte die Route nach dem Start im Main erstmals über den Rhein. In Bingen war ein geplanter Tourstopp vorgesehen, um weitere Spenden zu sammeln.
Teil der Strecke an der Loreley nur mit Pause
Im Bereich der Loreley zwischen Bingen und St. Goar musste eine Begleitschwimmerin für rund 27 Kilometer auf das Boot zurückkehren. Für diesen Abschnitt habe es keine Genehmigung zum Schwimmen gegeben, sagte Pohls Sprecherin. Als Grund nannte sie vor allem die schnellen Strömungen. Das habe schon vor dem aktuellen Niedrigwasser gegolten.
Am Pegel Kaub ist der Wasserstand zuletzt deutlich gesunken. Nach Angaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung können viele Schiffsklassen den Mittelrhein bei den aktuellen Wasserständen bereits nicht mehr befahren. Damit wird auch sichtbar, unter welchen Bedingungen die Aktion auf dem Rhein stattfindet.
Belastung macht sich nach zwei Tagen bemerkbar
Nach zwei Tagen spürt Pohl nach eigenen Angaben die Anstrengung. „Der erste Tag ist immer recht einfach, aber heute merkt man schon ein bisschen die Muskeln“, erklärte die 31-Jährige laut ihrer Sprecherin. In einer Instagram-Story berichtete sie zudem, sie habe es „ein bisschen“ im Magen gemerkt. Für die Challenge sei das aber kein Problem.
Geplant wechselt sich Pohl während der Tour immer wieder mit anderen Freiwasserschwimmerinnen und Freiwasserschwimmern ab. Sie selbst ist jeweils zwei Stunden im Wasser. Danach übernehmen andere Schwimmerinnen oder Schwimmer für eine Stunde.
85.000 Euro für sicheres Schwimmen von Kindern
Mit der rund 200 Kilometer langen Schwimmreise von Frankfurt nach Köln will Pohl auf die Bedeutung des sicheren Schwimmens für Kinder aufmerksam machen und Spenden für Schwimmprojekte sowie Schwimmausbildung sammeln. Nach bisherigen Angaben sind rund 85.000 Euro zusammengekommen. Viele Menschen hätten sie am Rhein unterstützt, teilte ihre Sprecherin mit. Die viertägige Challenge hatte am 11. August in Frankfurt begonnen und soll am Freitag, 14. August, in Köln enden. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |