Mainz 05 feiert 100 Jahre Handball in der MEWA ARENA
- Mainz 05 hat in der MEWA ARENA das 100-jährige Bestehen seiner Handballabteilung gefeiert.
- Foto: Anouar Touir
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Jubiläum. Die Handballabteilung des 1. FSV Mainz 05 hat in der MEWA ARENA ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Bei einer Feierstunde kamen nach Vereinsangaben zahlreiche Ehrengäste, frühere und aktive Spielerinnen sowie weitere Wegbegleiter zusammen. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung der Abteilung, die Rolle des Ehrenamts und die Nachwuchsarbeit.
Begrüßt wurden die Gäste von der Sportlichen Leiterin Eva Federhenn. Unter den Genannten waren Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen und Ehrenpräsident des Handballverbandes Rheinhessen, sowie Ulf Mayhöfer, Präsident des Handballverbandes Rheinhessen-Pfalz. Ebenfalls dabei waren Hans Beth von der Sportstiftung Rheinhessen, Peter Metzger als langjähriger Unterstützer der Mainzer Handballerinnen, Handball-Ehrenabteilungsleiter Dieter Laehn, Ehrenspielführerin Annette Wagner-Dautermann sowie Vertreter des TV Nieder-Olm als Kooperationspartner.
Rückblick auf die Entwicklung der Abteilung
In seiner Ansprache rückte der Vereins- und Vorstandsvorsitzende Stefan Hofmann die Menschen hinter der Geschichte der Abteilung in den Vordergrund. Er erinnerte an Spielerinnen und Spieler, Trainerinnen und Trainer, Eltern, Sponsoren sowie Helferinnen und Helfer. Zugleich betonte er die Bedeutung des Ehrenamts für die Entwicklung des Handballs bei Mainz 05.
Hofmann erinnerte auch an den Männerhandball, dessen Kapitel bei Mainz 05 2009 endete. Danach stellte er die Entwicklung des Frauenhandballs heraus, die nach seinen Worten von Aufstiegen, Pokalsiegen und Erfolgen in der Regionalliga geprägt war. Als wichtige Figuren dieser Entwicklung nannte er Eva Federhenn und Karl-Heinz Elsäßer. Als Meilensteine erwähnte er den Aufstieg in die 2. Bundesliga sowie 2019 den Sprung in die Bundesliga.
Nachwuchsarbeit und Kooperation im Fokus
Für die kommenden Jahre sieht der Verein die Nachwuchsarbeit als zentrales Thema. Hofmann verwies dabei auf die zweite Mannschaft in der 3. Liga, in der junge Spielerinnen zum Einsatz kommen, sowie auf die Jugendspielgemeinschaft mit dem TV Nieder-Olm.
Als Beispiel für diese Entwicklung nannte er Marleen Kern. Nach Vereinsangaben führte sie als Kapitänin die deutsche U20-Nationalmannschaft 2026 zum Weltmeistertitel und wurde damit zur ersten Weltmeisterin in der Geschichte der Mainzer Handballabteilung.
Verbandsvertreter würdigen Mainzer Handballgeschichte
Klaus Kuhn spannte bei der Feier den Bogen zurück in die Anfänge. Er erinnerte daran, dass Mainz 05 bereits 1926 mit einer Männer-, einer Frauen- und einer Jugendmannschaft in den Spielbetrieb gestartet sei. Ulf Mayhöfer überbrachte die Glückwünsche des Handballverbandes Rheinhessen-Pfalz und bezeichnete die 100 Jahre Handball bei Mainz 05 als beeindruckende Sportgeschichte.
Mayhöfer äußerte sich zudem zum geplanten Leistungszentrum und sagte dem Projekt Unterstützung zu. Es könne jungen Talenten in der Region Perspektiven bieten. Zugleich verwies er auf weiterhin bestehende Unterschiede bei den Entwicklungsmöglichkeiten von Mädchen und Jungen sowie auf den Bedarf an mehr Frauen in Gremien des Deutschen Handballbundes.
Dank an langjährige Wegbegleiter
Zum Ende der Redebeiträge hob Eva Federhenn die Verdienste von Karl-Heinz Elsäßer hervor. Elsäßer selbst blickte auf seine lange Zeit bei Mainz 05 zurück und verwies auf viele Mitstreiter, die die Entwicklung der Abteilung begleitet hätten.
Im Anschluss an die Reden stieß eine Jubiläumsausstellung auf Interesse. Gestaltet wurde sie nach Vereinsangaben unter anderem von der AG Historie und der Handballabteilung, federführend von Annette Wagner-Dautermann und Daniela Bilo.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |