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5. Mittelalterliches Spektakel mit viel Show

Ritterspiele beim Mittelaltermarkt | Foto: Brigitte Melder
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Neuhofen. Am Wochenende 26./27. Juli 2025 war der Reiterhof des Fahr- und Reitvereins in der Woogstraße Mittelpunkt des 5. Mittelalterlichen Spektakels rund um „Heimdalls Erben“. Den ganzen Tag über war volles Programm geboten und viele Familien mit Kindern zog es zu diesem Fest. Ritterturniere, Ritter auf Pferden mit Kampfkunst, abendliche Pferde-Feuershow, Kinderschlacht gegen böse Ritter in Kombination mit einem mittelalterlichen Markt mit Heerlager, Handwerkern, Händlern und allerlei Met und Meat waren vorhanden. Auch Musik mit Tanz durfte nicht fehlen.

Gerade rechtzeitig zur Rittershow mit Pferden um 13.30 Uhr traf ich ein. Auf der Turnierbahn befanden sich zwei Pferde in unterschiedliche Gewänder gehüllt mit zwei Rittern. Aber bevor die ihre Show zeigen konnten bewegte sich das Heerlager mit RatzFatz und Rübe sowie Tribal Zariefe und Dudelsackklängen in die „Arena“. Herzlich Willkommen zur Eröffnung von „Heimdalls Erben“ und einen kräftigen Applaus von dem zahlreich erschienen Publikum auf der Tribüne. Der Bremsweg für die Pferde sei heue verlängert und ein leichtes Aquaplanung durch den gestrigen starken Regenschauer noch vorhanden, deshalb sollte man unbedingt außerhalb hinter den Pfosten bleiben. Erwartungsvoll warten große und kleine Zuschauer auf das Spektakel. Die Moderation übernahm Charlotte von Herzfeld, die ein wenig aus der Geschichte von Graf Heinrich und seine Tochter erzählte. Den Applaus, der möglichst laut erschallen sollte, nannte man „Handgeklapper“. Es ging um einen bösen und einen guten Ritter, den bösen Ritter Tristan von Welver sollte man immer ausbuhen – armer Ritter! Den guten Ritter sah man in der Gestalt von Graf Heinrich von Neuhofen, den man mit kräftigem Handgeklapper unterstützen sollte.

Mehrere Prüfungen hatten die Beiden zu meistern und alle mitten im Ritt:
Mit der Lanze einen Ring auffischen, Weinbecher vom Podest ergreifen, einen auf dem Bodn liegenden Sack aufspießen, mit einem Metallstern in eine Zielscheibe werfen, Holzklötze auf Pfählen schlagen und dabei einen Apfel wie bei Wilhelm Tell zerteilen, Speer in ein ausgestopftes Wildschwein werfen, Bogenschießen auf Zielscheibe und auf einem Drachenkopf einen Pfeil entfernen. Die Aufgaben wurden im Endeffekt als Gleichstand beendet. Also musste noch eine finale Aufgabe her. Ausstaffiert mit Visier, Schild und Lanzen ritten die beiden Kontrahenten aufeinander zu und ausgerechnet da verlor Graf Heinrich von Neuhofen sein Schild, stieg vom Pferd und war eigentlich der Verlierer. Aber das Publikum forderte einen weiteren Kampf Mann gegen Mann im Schwert-Zweikampf und auch die Tochter Eliska kämpfte noch gegen Tristan von Welver, der den Zweikampf gewann. Die Show dauerte 45 Minuten und anschließend konnten die Fans noch ein wenig mit den Rittern plaudern.

Man sah allerhand Stände auf dem Mittelaltermarkt und sogar Kurs im Korbflechten wurden angeboten. Die orientalische Tanzgruppe „Tribal Zariefe“ machten einen Stammestanz. Unter dem Namen „Der, der einen am Helm hat“ verbarg sich ein Tätowierer. Ein Falkner hatte drei handzahme Greifvögel dabei und gab gerne Auskunft auf Fragen.

Als nächstes gab es eine Kinderschlacht auf der Turnierbahn, der der alle Kinder mitmachen konnten. Das Equipment dafür stellten „Heimdalls Erben zur Verfügung. Die Erwachsenen hatten große Schilder vor sich und die Kinder sollten mit Schwertern angreifen. Und so wechselte sich das Programm immer wieder ab, auch Bruder Leonardo hatte einen Auftritt und sogar eine Feuershow zu Pferde sollte um 20 Uhr stattfinden. Das war ein langer Tag für den „Mittelalter-Stamm“, der erst um 23 Uhr endet und am 27. Juli (Sonntag) ab 11 Uhr weitergehen sollte. (mel)

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Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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