Rofu streicht 60 Jobs in Ramstein – Lager wird geschlossen
- Das ROFU-Logistikzentrum in Ramstein-Miesenbach: Der Standort wird im Zuge der Sanierung geschlossen, rund 60 Arbeitsplätze fallen weg.
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Spielwarenhändler gerettet – doch zwei Standorte in der Westpfalz fallen weg
Von Erik Stegner
Ramstein-Miesenbach. 60 Arbeitsplätze fallen weg: Das Außenlager von ROFU Kinderland in Ramstein-Miesenbach wird geschlossen. Konkrete Details zu den Hintergründen nennt das Unternehmen auf Anfrage nicht, in einer Mitteilung heißt es lediglich, für den Standort bestehe kein Bedarf mehr. Dabei hatte es nach der Insolvenz im Januar noch Hoffnung auf einen Erhalt gegeben – die Enttäuschung in der Region dürfte entsprechend groß sein.
25.000 Quadratmeter Logistikfläche betroffen
Die Dimension des Standorts zeigt, wie gravierend die Entscheidung ist: Nach Angaben von Bürgermeister Ralf Hechler handelt es sich um eine angemietete Logistikfläche von rund 25.000 Quadratmetern. Eigentümer des Areals im Industriezentrum Westrich ist die Firma Gutperle, Rofu Kinderland gilt dort als größter Mieter. Wann der Standort geschlossen wird, dazu äußerte sich das Unternehmen nicht.
- Hinweis auf das ROFU-Logistikzentrum in Ramstein-Miesenbach: Der Standort wird geschlossen, rund 60 Arbeitsplätze fallen weg.
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Einst logistisches Herzstück
Der Standort hat für das Unternehmen eine besondere Bedeutung: Bei der Eröffnung im Jahr 2006 wurde das Lager in Ramstein-Miesenbach als logistisches Herzstück aufgebaut. Mehrere Außenlager in Rheinland-Pfalz und dem Saarland wurden dort gebündelt. Damals war von Investitionen in Millionenhöhe die Rede, mit Perspektive auf einen weiteren Ausbau. Die zentrale Lage und die Nähe zur Autobahn galten als entscheidende Standortvorteile.
- Eröffnung des Rofu-Zentrallagers im Industriezentrum Westrich in Ramstein im Jahr 2006: Bereits damals wurde der Standort als logistisches Herzstück des Unternehmens eingeordnet.
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Westpfalz: Drei Filialen bleiben – eine schließt
Während das Lager in Ramstein-Miesenbach wegfällt, gibt es für andere Standorte in der Westpfalz eine wichtige Entwarnung: Die Filialen in Pirmasens, Landstuhl und Zweibrücken werden fortgeführt, die Mitarbeiter dort übernommen. Anders sieht es in Kaiserslautern aus: Diese Filiale gehört zu den Standorten, die geschlossen werden. Dort verlieren zwölf Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Voraussichtlich bis Juli wird ein Räumungsverkauf durchgeführt, anschließend wird die Filiale an den Vermieter zurückgegeben, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage.
- Die Rofu-Filiale in Kaiserslautern: Der Standort wird im Zuge der Sanierung geschlossen, zwölf Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.
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Rettung mit klaren Einschnitten
Hintergrund der Entwicklungen ist eine Investorenlösung, mit der Rofu Kinderland aus der Insolvenz geführt werden soll. Das Unternehmen hat eine Vereinbarung mit der Kids & School Holding GmbH abgeschlossen, hinter der die TOP Locc GmbH steht. Ziel ist es, den Spielwarenhändler finanziell neu aufzustellen und langfristig zu stabilisieren. Von 104 Filialen bleiben 77 bestehen, mehr als 1.100 Arbeitsplätze werden gesichert. Gleichzeitig werden jedoch 27 Standorte aufgegeben. Rund 330 Mitarbeiter verlieren dadurch ihre Jobs. Auch in der Zentrale am Hauptsitz in Hoppstädten-Weiersbach kommt es zu deutlichen Einschnitten – dort werden lediglich rund 80 der 360 Mitarbeiter übernommen. 280 Arbeitsplätze fallen also zusätzlich in Hoppstädten-Weiersbach weg.
Was Insolvenz in Eigenverwaltung bedeutet
Das Verfahren läuft als sogenannte Eigenverwaltung. Das bedeutet: Die Geschäftsführung bleibt im Amt und steuert die Sanierung selbst, während ein gerichtlich bestellter Sachwalter das Verfahren überwacht. Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb fortzuführen und das Unternehmen neu aufzustellen, statt es abzuwickeln. Für Kunden wirkt der Betrieb häufig unverändert – intern werden jedoch Strukturen, Kosten und Standorte intensiv überprüft. Bundesweit beschäftigt Rofu Kinderland rund 2.000 Mitarbeiter.
Ramstein verliert Standort – Region zahlt den Preis
Für die Westpfalz ergibt sich damit ein klares Bild: Während mehrere Filialen erhalten bleiben und Arbeitsplätze sichern, fallen mit dem Lager in Ramstein-Miesenbach und der Filiale in Kaiserslautern wichtige Strukturen weg. Die Rettung des Unternehmens gelingt – doch sie hat in der Region einen spürbaren Preis.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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