Fünf Millionen für Bildung: VG Ramstein-Miesenbach baut Schulen aus – ganz ohne neue Schulden
- Der Erweiterungsbau der Grundschule Moorbachtal in Steinwenden nimmt sichtbar Gestalt an – mehr als zwei Millionen Euro investiert die Verbandsgemeinde hier in moderne Lernräume.
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Die Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach investiert massiv in ihre Schulen und die Jugendarbeit. In Steinwenden wird bereits gebaut, neue Projekte stehen in Hütschenhausen, Spesbach und Ramstein an. Und das Beste: Alles wird aus eigener Kraft finanziert.
Von Erik Stegner
Ramstein-Miesenbach. Die Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach investiert weiter kräftig in ihre Schulen. Mit rund fünf Millionen Euro fließt ein erheblicher Teil des Haushalts direkt in Bildung, Betreuung und Jugendarbeit – und das alles ohne neue Schulden. Herzstück der aktuellen Maßnahmen ist der Ausbau der Grundschule Moorbachtal in Steinwenden. Dort entsteht derzeit ein moderner Erweiterungsbau, während gleichzeitig der Bestandsbau für mehr als zwei Millionen Euro saniert wird. Der Spatenstich fand bereits am 8. Mai 2024 statt, das Richtfest war Ende Juni.
- Hausmeister Robin Kupferschläger zeigt den ersten Durchbruch zwischen Alt- und Neubau der Grundschule Moorbachtal – hier verlaufen künftig Kabel- und Rohrverbindungen.
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Machbarkeitsstudie im September
Auch an anderen Schulstandorten wird die Entwicklung vorangetrieben: Für die Grundschulen in Hütschenhausen und Spesbach wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die im September dem Verbandsgemeinderat vorgestellt wird. Zudem wird geprüft, ob eine neue Grundschule Wendelinus im Bereich des Schulzentrums entstehen könnte – denn der Platzbedarf wächst, und die Schule feiert im kommenden Jahr ihr 70-jähriges Bestehen.
- Die Grundschule Hütschenhausen steht im Fokus einer Machbarkeitsstudie – im September soll der Verbandsgemeinderat über mögliche Sanierungs- oder Ausbaupläne beraten.
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Dämpfer für Realschule plus
Einen Dämpfer gab es hingegen für die Realschule plus: Eine vom Land angebotene Pilotförderung über 3,2 Millionen Euro musste zurückgegeben werden – zu knapp waren die Fristen, zu niedrig die angesetzten Kosten. Bürgermeister Ralf Hechler bleibt dennoch optimistisch: „Ich bin sicher, dass es ein Folgeprogramm geben wird, das realistischer umsetzbar ist.“
Zwei Millionen für Betrieb und Digitalisierung
Zusätzlich zu den baulichen Maßnahmen fließen rund zwei Millionen Euro in den laufenden Schulbetrieb und die Digitalisierung der Schulen. 420.000 Euro sind direkt für die Jugendarbeit vorgesehen.
„Insgesamt können wir richtig stolz sein. Unser Jugendbüro ist einzigartig in der Region. Wir bieten Schulsozialarbeit, Sprachtrainings, Ferienbetreuung und Alltagshilfen – und sind sogar Entsendestelle für den Europäischen Freiwilligendienst,“ betont Hechler.
Investitionen dringend nötig
Mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung ist diese Investitionsoffensive auch dringend nötig: Durch neue Baugebiete, etwa in Steinwenden, Niedermohr und Katzenbach, bleibt der Bedarf an Kindergarten- und Schulplätzen stabil hoch. „Der Schulentwicklungsplan bestätigt: Wir machen hier unsere Hausaufgaben – und investieren nachhaltig in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen,“ so der Bürgermeister.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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