1.000 Setzlinge aus Schweinfurt geholt:
Rentner Freddy Degen aus Rheinsheim will das Bienensterben stoppen

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Philippsburg-Rheinsheim. Den Bienen helfen, das Bienensterben stoppen: Das will der 75-jährige Rentner Freddy Degen aus Rheinsheim. Damit seine Lieblingstierchen genügend Nahrung finden, hat er auf seinem großen Acker am Ortsrand eine farbenprächtige Blumenwiese angelegt, gut 30 Meter lang und etwa zwei Meter breit. Täglich rückt er mit der Gießkanne an, schleppt das Wasser vom Pumpbrunnen zu den durstigen Pflanzen, zwischendurch beobachtet er die fleißigen Bienchen bei ihrer Arbeit. Dafür hat er zwei Stühle mit Tischchen und Sonnenschirm aufgestellt.
Für die Rhonsemer ist der rührige Freddy ein Original. Das ganze Jahr hindurch, ob heißer Sommer oder eiskalter Winter, sieht man ihn barfuß. Jede Weihnacht backt der ehemalige Bäcker, Konditor und Küchenmeister rund 45 Gebäcksorten, insgesamt über 3.000 Plätzchen, und verschenkt alles. Derzeit kümmert er sich nicht um das Wohlergehen seiner Mitmenschen, sondern um die Großfamilien der sogenannten Hautflügler.
Ein Meer voller Zinnien, Sonnenblumen, Strohblumen und Hasenmäulchen tut sich auf. Der reiche Bestand soll willkommene Nahrungsgrundlage für Bienenvölker, aber auch andere Insekten, Schmetterlinge, Käfer und Krabbeltiere aller Art sein, die dank dieser Aktion dort eine Heimat finden. „Bei solchen Aktivitäten steht der Artenschutz, die Bewahrung der Schöpfung und der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen im Fokus“, lässt der Bienenfreund wissen.
Das Insektensterben in den vergangenen Jahren sei ein großes Problem, da sollte man etwas tun. “Also musste ich handeln”, begründet der ortsbekannte Freddy seine Initiative. Daher gelte es, die entsprechenden Lebensraumbedingungen zu verbessern. Vor allem brauchen Bienen blühende Wiesen und naturbelassene Randstreifen.
Die einzelnen Pflänzchen, mehr als 1.000 zusammen, holte der Mann am Rhein im 250 Kilometer entfernten bayerischen Schweinfurt. „Hier gibt es die besten, kräftigsten und schönsten Setzlinge“, begründet er seine Reise in den Osten.

Autor:

Werner Schmidhuber aus Waghäusel

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