Mehrfach Säuglinge ausgesetzt:
Mainzer Hofsänger unterstützen Pfarrer-Hirt-Projekt in Kyamulibwa

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Philippsburg/Waghäusel. Der kleine schmächtige Philipp war das erste Kind im „Lebenshaus“. Damals stand erst der Rohbau. Nachts legte ihn - in Lumpen eingewickelt und mit zusammengebundenen Füßchen - jemand vor die Tür. Immer wieder werden Säuglinge und Kleinkinder im unterschiedlichen Alter ausgesetzt, ja einfach „abgelegt“.
In Uganda sterben viele Kleinkinder an Unterernährung. Hinzu kommt die völlig ungenügende medizinische Versorgung. Die erbärmliche Situation erfordert schnelle Hilfe.
Bei ihrem Weihnachtskonzert in Philippsburg erfuhren die Mainzer Hofsänger durch den anwesenden Pfarrer Günter Hirt und Projektmitarbeiter Jürgen Mayer vom dortigen Elend und den dadurch verursachten Todesfällen.
Während des Konzerts ließen die hilfsbereite Initiatorin und „Eventmanagerin“ Gaby Verhoeven-Jacobsen von „Pro Philippsburg“ und die ebenso hilfsbereiten Verantwortlichen der Hofsänger mit Christoph Clemens, Stefan Zier und Frank Häser an der Spitze eine Sammelbüchse durch die Reihen gehen - mit dem Hinweis auf das Lebenshaus und seine Aufgaben. Am Ende waren 1.581 Euro zusammengekommen.
Ohne Pfarrer Günter Hirt, fast 25 Jahre lang Seelsorger in Wiesental, gäbe es dieses Lebenshaus als soziale Einrichtung nicht. Ohne ihn und seine Helfer hätten viele Kleinkinder nicht überlebt. Nach seinem Abschied aus dem aktiven Priesterdienst übernahm er als Projektleiter und Betreuer in Uganda, eines der ärmsten Länder der Erde, zunächst ein Buschkrankenhaus und dann ein „Lebenshaus“ für verwaiste Kinder. Die Unterkunft, 36 Meter lang und 17 Meter breit, ist ein Kinderdorf mit Ersatzfamilie, mit Schule, Arztstation und Ausbildungszentrum.
Das Lebenshaus entstand auch aus der Erfahrung, dass viele erkrankte Kinder und Mütter nur im Glücksfall eine medizinische Versorgung bekommen. Gerade die Ärmsten sind oft auf sich allein gestellt. Eine Frau hat im Durchschnitt sechs Kinder. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 16 Jahre. Neben der Funktion als „Auffangstation“ und als Zuhause dient das Lebenshaus als Anlaufstelle für alle ratsuchenden, schwachen und kranken Menschen.
Immer wieder mussten in der Vergangenheit der Bau und Ausbau eingestellt werden, da kein Geld mehr vorhanden war. Dringend sind die Verantwortlichen auf Spenden angewiesen. Dank großzügiger Unterstützung aus allen Teilen der Bevölkerung geht es aber immer wieder weiter.

Infos:
Auskünfte zum Projekt über E-Mail-Adresse: father.hirt@gmail.com. Spenden: Konto der Projekthilfe Uganda/Lebenshaus, Volksbank Stutensee-Weingarten, DE08 6606 1724 0023 0108 10.

Autor:

Werner Schmidhuber aus Waghäusel

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