Auf der Insel Elisabethenwört:
Huttenheimer findet „Türkenbund“

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Philippsburg. Werner Dietrich aus Huttenheim ist nicht nur ein begeisterter Orchideenliebhaber und stolzer Besitzer von rund 250 Lilienarten in seinem Garten, er gilt zudem als ausgewiesener Blumen-Fachmann und kennt viele pflanzliche Besonderheiten auch an anderen Orten, etwa auf der nahen Insel Elisabethenwört, wo er jetzt die ganz seltene Türkenbund-Lilie entdeckt hat. Der Türkenbund gehört zur großen Gattung der Lilien. Aufgrund ihrer auffällig geformten Blüten und großen Wuchshöhe gilt sie als eine der stattlichsten Liliengewächse.
Mit ihren nach hinten gebogenen Blütenblättern, mit der Blütenblattzeichnung und ihren auffälligen Staubblättern, die stark duften, ist sie eine elegante Bereicherung für einen Garten. Die Pflanze wird bis zu 1,30 Meter hoch. Besonders auffällig sind die langen, quirlartig angeordneten Blätter.
Die Türkenbundlilie ist eine so spektakuläre Pflanze, dass man sich wundert, warum man sie mitunter übersehen kann. Aber es gelingt ihr tatsächlich, sich unscheinbar zu machen. Licht und Schatten sorgen zumeist dafür, dass die Lilie sozusagen mit der Umgebung verschmilzt.
Der Form der Blütenblätter verdankt die Türkenbundlilie (Lilium martagon) auch ihren Namen. Unweigerlich erinnert sie an einen Turban. Bevor sie richtig aufblüht, stehen die Blütenblätter sternförmig, erst am Ende biegen sie sich zum Turban.
Wenn sie blüht, so zwischen Juni und August, liegt besonders abends ein intensiver Duft in der Luft, der Schmetterlinge, vor allem Schwärmer wie das Taubenschwänzchen, anlockt. Diese saugen den Nektar im Flug. Dabei tragen sie die Pollen weiter und kümmern sich so um die Verbreitung.
Die Türkenbundlilie kommt in den meisten Bundesländern so selten vor, dass sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht und streng geschützt ist. Eine gewisse Mitschuld an ihrer Seltenheit haben auch Rehe, denn sie fressen gerne die Blüten und verhindern so die Vermehrung der Pflanze.
In seinem Garten hinterm Haus hat Werner Dietrich so um die 250 eigene Orchideen in verschiedensten Farben stehen. Ein kleines Paradies mit einem plätschernden Teich. Zwischen seiner Blumenpracht fühlt sich auch allerlei Getier wie bunte Schmetterlinge und grüne Salamander wohl.

Autor:

Werner Schmidhuber aus Waghäusel

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