Berufsschule unterstützt Jugendarbeit und Sport
In Odenheim geht was! Schulleiter, Bauleiter und tolle Azubis aus Landau
- Foto: Die Bilder wurden unter Einverständnis aller Teilnehmer erstellt
- hochgeladen von Andreas Staudt
Wie schaffen wir mehr gesellschaftliches Engagement mit und für Jugendliche? Die Antwort darauf ist relativ einfach. Durch ein gemeinsames Ziel und weniger Eigennutz!
Es ist mehr als ein Schulprojekt und der gemeinnützige Gedanke dahinter ist den jungen Schülern aus Landau zu verdanken. Die Initiative kam vom engagierten Verein Kinderspielplätze für Odenheim e.V. dessen Vorstand auch eine Berufsschule leitet. Wie schwierig es ist ein Projekt im gesellschaftlichen Raum auf den Weg zu bringen? Sehr schwierig aber es geht! Das zeigen die jungen Auszubildenden aus Landau in Ihrer Ausbildung zum Garten- und Landschaftsbauer.
Als 2024 die Benachrichtigung einer Förderung von etwa 7500 Euro durch die Pro Cent Stiftung von Mercedes-Benz beim Vorstand des gemeinnützigen Vereins „Kinderspielplätze für Odenheim e.V.” einging, begannen die Überlegungen des Vorstands und seiner Vereinsmitglieder. Wie können wir es als kleiner Förderverein schaffen, die hohen Montagekosten von knapp 4000 Euro allein durch Spenden zu finanzieren? Eigentlich unmöglich In Zeiten der finanziellen Engpässe: Es stand eine nahezu unlösbare Aufgabe für den Verein an. So verging einige Zeit, bis sich der Bauhofleiter der Stadt Östringen-Odenheim und der 1. Vorstand des gemeinnützigen Vereins entschlossen, gemeinsam einen mutigen Plan zu entwickeln. Dazu brauchte es nicht viel. Nur wollen und die nötigen Rahmenbedingungen schaffen. Sie fingen an, bis dato gewohnte Wege anders zu denken. Wir müssen die jungen Menschen mehr in sichtbare öffentliche Prozesse einbinden. In der Schule entwickeln wir tolle handwerkliche Werkstücke, meint Herr Staudt.
Es braucht aber die Anbindung und Mitnahme der Heranwachsenden als wichtigsten Teil unserer arbeitenden Gesellschaft.
Herr Staudt ist neben seiner leidenschaftlichen Aufgabe, die Kinderspielplätze für sein Heimatdorf zu gestalten, auch Schulleiter einer Berufsschule in Landau. In dieser privaten Schule werden junge Menschen in verschiedenen Handwerksbereichen ausgebildet, auch im Garten- und Landschaftsbau. So schuf er gemeinsam mit dem Bauhofleiter der Stadt Östringen einen gemeinsamen Fahrplan zur Realisierung eines Calisthenics-Fitnessgerätes am zentralen Itterplatz in Odenheim. Dies sollte durch die Umsetzung der Lernfelder für den Garten- und Landschaftsbau als Teil der Ausbildung mit den kommunalen Mitarbeitern der Stadtgemeinde ablaufen. Die 18-jährigen jungen Menschen sind mit voller Euphorie dabei. In einigen Bauabschnitten wurden sie von gelernten Maurern im Ruhestand begleitet. Lernen funktioniert immer gut am Modell und noch besser durch Beziehungsarbeit. Begeistern musste man sie nicht. In einem Zeitraum von vier Wochen, immer an einem planbaren Wochentag, ging es dann von der Pfalz nach Odenheim im Badischen. Typische Arbeitsschritte waren das maßstabsgetreue Aufzeichnen der Punktfundamente oder der kleinschrittige Einbau der Fitnessgeräte. Diese Zusammenarbeit zwischen den Auszubildenden der Berufsbildenden Schule in Landau und der Gemeinde Östringen-Odenheim durch den gemeinnützigen Verein Kinderspielplätze für Odenheim e.V. stellt Beispiele für eine praxisnahe Ausbildung junger Menschen dar, mit dem positiven Effekt der Persönlichkeitsentwicklung und Reifung dieser angehenden Garten- und Landschaftsbauer. Vielen Dank an alle, die dieses Projekt unterstützt haben.
Autor:Andreas Staudt aus Östringen |
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