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„Ein Sommernachtstraum“ im Hallbergschen Schloss wurde wahr

Blick auf das Schloss und die zahlreichen Gäste im Schlossgarten | Foto: Brigitte Melder
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Fußgönheim. Am 5. Juli gab es im Hallbergschen Schloss in Fußgönheim für alle Klassikfans aus nah und fern einen Sommernachtstraum vom Feinsten. Das edle Ambiente rund um das Schloss versetzte einen in eine andere Zeit zwischen 1728 und 1731, da wurde es nämlich vom kurpfälzischen Kanzler Freiherr Jakob Tillmann von Hallberg erbaut. Noch ein bisschen Lustwandeln im Park mit seinem Brunnen und den großen Oleanderbüschen bevor es los ging. Der Wettergott hatte es nach dem mit dunklen Wolken durchzogenen Tag gut gemeint und schickte ein wundervolles Lüftchen über die Zuschauerköpfe. Stilvoll gedeckte Stehtische mit gelben Servietten und gelbblühenden Blumentöpfchen standen im Gartenbereich. Von äußerst netten, einheitlich gekleideten Cäcilien-Vereinsmitgliedern wurde man bestens versorgt. Das Open-Air-Konzert vor dieser stimmungsvollen Kulisse konnte losgehen. Das Nationaltheater-Orchester Mannheim (NTM), der Damenchor des Nationaltheaters und das Solist*innen-Ensemble mit Sopranistin Amelia Scicolone und Mezzosopranistin Marie-Belle Sandis entführten unter der Leitung von Jānis Liepiņš in die musikalische Welt von Felix Mendelssohn Bartholdy. Zwischen Feen, Geistern und sommerlichen Melodien sollte es ein atmosphärischer Konzertabend werden.

Um 19 Uhr begrüßten dann der Operndirektor des Nationaltheaters Mannheim Thomas Hermann und Leiter des Kreis-Kulturbüros Paul Platz die zahlreichen Gäste im ausverkauften Schlossgarten.
Es begann mit der „Italienischen Sinfonie“ Nr. 4 in A-Dur op. 90 mit „Allegro vivace“, „Andante von moto“, „Con moto moderato“ und „Saltarello. Presto“. Eine Pause lud zum Beine vertreten ein und auch nette Gespräche kamen zustande. Aus Mannheim war ein Pärchen das erste Mal hier und fanden die Kulisse und Akustik einfach toll; genau das Richtige für einen Sommerabend. Ein Herr aus Eisenberg meinte, dass dieses Jahr viel weniger Musiker hier seien als es im letzten Jahr, wo es von Johann Strauss‘ Operette „Die Fledermaus“ zu hören gab. Die weiteren Programmpunkte wurden nach der Pause durch Thomas Hermann angekündigt, was man ohne Mikrofon hinten im Gartenbereich allerdings nicht hören konnte. Dank Faltblatt hier die Übersicht:
• Schauspielmusik zu „Ein Sommernachtstraum“ op. 61 (1843) Ouvertüre „Allegro di molto“
• Scherzo „Allegro vivace“
• Elfenmarsch „Allegro vivace“
• Lied mit Chor: „Bunte Schlangen zweigezüngt“ – Allegro ma non troppo
• Intermezzo „Allegro appassionato – Allegro molto comodo“
• Notturno „Andante tranquillo“
• Hochzeitsmarsch „Allegro vivace“
• Ein Tanz von Rüpeln „Allegro di molto“
• Finale „Bei des Feuers mattem Flimmern“ – Allegro di molto
Den ca. 450 Zuschauerinnen und Zuschauern hat es wunderbar gefallen, was der große Applaus bewies. (mel)

Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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