Bergrennen in Maikammer: 1.100 Klappräder fahren hinauf zur Kalmit
- Das augenzwinkernd gemeinte Spaßrennen ist ebenso humorvoll wie schweißtreibend (Archivbild)
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Maikammer. Wer am Samstag, 5. September, rund um Maikammer unterwegs ist, trifft auf ein besonderes Sportbild: Rund 1.100 Starterinnen und Starter wollen ab 15 Uhr beim Kalmit-Klapprad-Cup die höchste Erhebung des Pfälzerwalds bezwingen.
Nur Klappräder ohne Schaltung erlaubt
Die Spaßrallye unter dem Motto „Mid'm Klapprad zum Nordklapp“ startet in Maikammer südlich von Neustadt an der Weinstraße. Nach Angaben der Veranstalter gilt sie als „weltweit größtes Klapprad-Bergrennen“. Offiziell heißt der Wettbewerb Kalmit-Klapprad-Cup, benannt nach dem Berg Kalmit.
6,5 Kilometer und 450 Höhenmeter
Bei der 35. Ausgabe müssen die Teilnehmenden eine 6,5 Kilometer lange Strecke mit 450 Höhenmetern bewältigen. Zugelassen sind ausschließlich Klappräder ohne Schaltung. Rennleiter Holger Gockel nennt ein breites Feld: „Der älteste Teilnehmer ist 86 Jahre alt, der jüngste 3 Jahre. In diesem Jahr ist der Frauenanteil erstmals auf 25 Prozent gestiegen.“
Kreativität zählt fast so viel wie Kondition
Zum Motto passend werden unter anderem Michel aus Klappeberga, Pippi Klappstrumpf und die Hellsinki Hellriders erwartet, sagte Gockel augenzwinkernd. Für viele steht nicht die Bestzeit im Mittelpunkt. Der Vorsitzende Peter Zürker vom Pfälzer Klappverein beschreibt das Rennen inzwischen eher als Parade: „Das Gros der Teilnehmer hat nicht mehr den Sieg im Fokus, als vielmehr die Zurschaustellung der eigenen Kreativität und Leidensfähigkeit.“
Der Wettbewerb ist in Rheinland-Pfalz und im angrenzenden Saarland populär. Kreative Kostüme, fantasievoll gestaltete Räder und gute Laune gehören fest dazu. Das Klapprad, auch Faltrad genannt, gilt als Symbol der 1970er Jahre. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |