Kantaten zum Volkstrauertag in St. Martin
Musik zwischen Trauer und Hoffnung
- Foto: Junge Kantorei St. Martin
- hochgeladen von Wolfgang Hormuth
Junge Kantorei St. Martin lädt am 15. November zu bewegenden Werken von Bach und Telemann ein.
Wenn Musik Worte findet für das Unsagbare, kann sie Trost spenden, Erinnerungen Raum geben und neue Zuversicht wecken. Unter diesem Gedanken steht die musikalische Aufführung der Jungen Kantorei St. Martin am Sonntag, 15. November 2026, um 17 Uhr in der Kirche St. Martin. Mit ausgewählten Werken von Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann erwartet das Publikum ein musikalischer Abend, der dem Gedenken am Volkstrauertag eine besondere Tiefe verleiht.
Im Zentrum des Programms stehen zwei bedeutende Werke Johann Sebastian Bachs: die eindringliche Trauerkantate „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ (Actus tragicus, BWV 106) und die ausdrucksstarke Motette „Jesu, meine Freude“ (BWV 227). Beide Kompositionen setzen sich auf ganz eigene Weise mit Vergänglichkeit, Glauben und Hoffnung auseinander. Ergänzt wird das Programm durch Georg Philipp Telemanns selten zu hörende Trauerkantate „Du aber, Daniel, gehe hin“ (TVWV 4:17) sowie sein Concerto in a-Moll für Altblockflöte, Oboe, Violine und Basso continuo, das mit seiner besonderen Klangfarbe einen reizvollen instrumentalen Akzent setzt.
Die Werke verbinden nachdenkliche, tröstende und hoffnungsvolle Töne. Sie laden dazu ein, innezuhalten und sich musikalisch mit den Fragen auseinanderzusetzen, die der Volkstrauertag aufwirft. Dabei entfaltet die Musik eine Kraft, die über das bloße Gedenken hinausgeht: Sie eröffnet Räume für persönliche Gedanken, stille Einkehr und Zuversicht.
Gestaltet wird der Abend vom Ad-hoc-Chor der Jungen Kantorei St. Martin, der von fünf professionellen Solistinnen und Solisten unterstützt wird. Für ein besonderes Klangerlebnis sorgt die historische Instrumentalbesetzung: Gamben, Blockflöten, Oboe und Violine verbinden sich mit einem facettenreichen Basso continuo aus Fagott, Violoncello, Violone und Truhenorgel. Die erfahrenen Musikerinnen und Musiker lassen die Klangwelten des Barocks in ihrer ganzen Vielfalt lebendig werden und verleihen den Werken eine besondere Unmittelbarkeit und Ausdruckskraft.
Die Junge Kantorei St. Martin lädt alle Musikinteressierten herzlich ein, diese besondere Klangvielfalt mitzuerleben und sich von der zeitlosen Musik Bachs und Telemanns berühren zu lassen.
Der Eintritt ist frei. Über eine Spende zur Unterstützung der Kirchenmusik freut sich die Junge Kantorei St. Martin sehr.
Autor:Wolfgang Hormuth aus Maikammer |
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