Kolpingskapelle Ramsen: Ehrung für Günter Wilding
70 Jahre musikalisch aktiv

Ehrung für 70 Jahre aktiven Musizierens. Lisa Gaß vom Musikkreis Donnersberg mit der Urkunde für Günter Wilding (links).
Wolfgang Scherr assistiert. | Foto: Carina Haag
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  • Ehrung für 70 Jahre aktiven Musizierens. Lisa Gaß vom Musikkreis Donnersberg mit der Urkunde für Günter Wilding (links).
    Wolfgang Scherr assistiert.
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Wie alt ist jemand, der für 70 Jahre aktiven Musizierens geehrt wird?
„Ach, ich habe mit 1 angefangen – sonst wisst ihr ja, wie alt ich bin!“ Günter Wilding hält sich bedeckt vor dem großen Publikum, das sich in der Eistalhalle anlässlich des Konzerts der Kolpingskapelle Ramsen versammelt hat. Im persönlichen Gespräch erzählt er mehr von den Stationen in seinem musikalischen Leben.

Er stammt aus einer Familie, in der die Musik eine große Rolle spielte. Der Vater leitete eine Fünf-Mann-Kapelle, die zu Feierlichkeiten aufspielte. „Mit sieben bekam ich eine Trompete. Mein Vater zeigte mir, wie´s ging, und dann habe ich mitgespielt.“
1970 holte ihn Wendelin Krill zur Kolpingskapelle nach Ramsen, der er bis heute die Treue hält. Zu Hoch-Zeiten spielten übrigens fünf Geschwister der Familie Wilding in der Kapelle mit.

Familiensache: Günter Wilding mit Ehefrau und Schwester - mit jeweils einem Instrument aus der Saxophon-Familie. | Foto: Sabine Nauland-Bundus
  • Familiensache: Günter Wilding mit Ehefrau und Schwester - mit jeweils einem Instrument aus der Saxophon-Familie.
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Gefragt, welche Instrumente er außer Trompete und seinem derzeitigen Tenorsaxophon noch spiele, meint er: „Ach, Klarinette, Tenorhorn, Tuba… Alles selbst beigebracht.“
Mit 35 wollte er es noch einmal wissen: „Da habe ich Posaunenunterricht bei Karl Decker in Marnheim genommen, ich wollte das richtig von Grund auf lernen.“ Daran schloss sich dann ein Jahr Improvisationsunterricht bei einem Profi an. Neben seiner musikalischen Begabung ist diese Ausbildung bei seinen Soli zu hören.

Gefragt nach musikalischen Stationen in seiner langen aktiven Zeit hat er gleich die Antwort parat: „Ich habe in 18 Kapellen mitgespielt!“ Manches Mal als Aushilfe, wenn ein bestimmtes Instrument gebraucht wurde, aber auch für längere Zeit. Besonders beeindruckend waren auswärtige „Gastspiele“, so zum Beispiel ein Konzert auf einem Flugzeugträger während einer USA-Reise mit dem Musikverein Sembach, eine Rom-Reise mit der Göllheimer Kapelle oder die Teilnahme am Umzug zur Eröffnung des Münchener Oktoberfestes mit der Kolpingskapelle Ramsen.
Was noch bemerkenswert war: Tanzmusik mit einer kleinen Formation in den 1980er Jahren,
Mitwirken in der Bigband des Donnersbergkreises und der Bigband Haßloch, Unterricht im C-Jugend-Orchester Donnersbergkreis und natürlich die Leitung der Kolpingskapelle Ramsen über 11 Jahre hinweg.

Dieses besondere, engagierte Leben für die Musik wurde nun gewürdigt. Lisa Gaß vom Musikkreis Donnersberg überreichte Günter Wilding die Urkunde für 70 Jahre musikalischen Wirkens.
Langanhaltender, verdienter Applaus der zahlreich erschienenen Gäste für ein außergewöhnliches Jubiläum!

Zur Information:
Die Kolpingskapelle Ramsen probt freitags von 19 bis 21 Uhr im Kolpingheim, Klosterstraße.
Die Kapelle freut sich über neue Musikerinnen und Musiker - erfahrene und solche, die ihr früher erlerntes Blasinstrument wieder in die Hand nehmen und einen Neuanfang wagen wollen.
Weitere Auskünfte über Wolfgang Scherr, 0176-39 82 63 62

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Autor:

Sabine Nauland-Bundus aus Kirchheimbolanden

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