Lauterecken feiert Schlosseinweihung, Stadtrechts-Jubiläum und Veldenztag
„Es ist vollbracht!“

Großeses Interesse: Bis auf den letzten Platz besetzt war der Grafensaal beim Festakt zur Schlosseinweihung am Freitagabend.  Foto: Link
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  • Großeses Interesse: Bis auf den letzten Platz besetzt war der Grafensaal beim Festakt zur Schlosseinweihung am Freitagabend. Foto: Link
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Lauterecken.„Es ist vollbracht!“. Mit diesen Worten eröffnete ein sichtlich zufriedener und zurecht stolzer Stadtbürgermeister Heinrich Steinhauer am Freitagabend den Festakt, mit dem die Einweihung des Veldenzschlosses offiziell begangenen wurde sowie den ersten von drei Lauterecker „Jubel“-Tagen, mit denen nach der freitäglichen Schlosseinweihung am Samstag das Jubiläum 675 Jahre Lauterecker Stadtrechte und am Sonntag der zehnte Veldenztag gefeiert wurden.

Fast 1000 Jahre Stadtgeschichte konnten so am vergangenen Wochenende in einem ebenso würdigen wie geselligen Rahmen gefeiert werden, wobei offizielle und ungezwungene Momente harmonisch wechselnden, ergänzt von zahlreichen interessant aufbereiteten Informationen über die Geschichte der Stadt, seines Schlosses und des darin ehemals residierenden Adelsgeschlechtes, dessen Nachfahren bis in die jüngere Deutsche Geschichte hineinwirkten, sowie einem kulinarisch-musikalischen Rahmenprogramm in gewohnter Lauterecker Qualität.
Sehr groß war der Andrang an Offiziellen, geladenen Gästen und interessierten Menschen beim Festakt am Freitagabend. Da man von Seiten der Lauterecker Stadtspitze zu recht damit gerechnet hatte, dass der Grafensaal im Veldenzschloss nicht ausreichte für die Zahl der Besucher, hatte man die Möglichkeit eingerichtet, die Festansprachen per Video-Liveschaltung in das Erdgeschoss des Schlosskomplexes zu übertragen.
Nach einer angenehm kurzen und prägnanten Festansprache des Stadtbürgermeisters Heinrich Steinhauer eröffnete Thomas Linnertz, der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier, die Reihe der Festredner. Linnertz überbrachte die Grußworte der Landesregierung und von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und konstatierte der Lauterecker Stadtspitze, dass sich Mühen und Ausgaben für die Renovierung des Schlosses gelohnt hätten. Landrat Otto Rubly blickte zurück in die beiden jüngsten Jahrzehnte Lauterecker Stadtgeschichte: Nach dem Kauf des Schlosses durch die Stadt im Jahr 2002 und der relativ schnellen Umsetzung der Außensanierung habe die Renovierung der Innenräume deutlich mehr zeit in Anspruch genommen, zumal die ambitionierten Lauterecker Pläne gleich mehrmals angepasst werden mussten, um Geld vom Land als Zuschüsse zu bekommen.
Als eine deutliche Aufwertung der Stadt bezeichnete Verbandsbürgermeister Andreas Müller das nun komplett renovierte Schloss. Das gelungene Ensemble bedeute eine Steigerung der innerstädtischen Wohn- und Lebensqualität, sagte Müller und bedankte sich beim Land für die Bezuschussung. Eine Überraschung hatte Dorothea Siedow, die Grußworte für die Stadtratsfraktionen sprach, im Gepäck: Sehr zur Freude der Festgäste erklärte sie, dass sich die Volksbank Lauterecken bereiterklärt habe, die Kosten für die Skulptur des Lauterecker Löwens zu übernehmen, die im Schlosshof aufgestellt werden soll.
Auf die Geschichte des Schlosses und ihrer Erbauer gingen insbesondere Dr. Stefan Spitzer, der Vorsitzende des Fördervereins Pfalz-Veldenz, sowie Dr. Gilbert Haufs-Brusberg, Schlossherr in Veldenz an der Mosel, ein, bevor Architekt und Stadtplaner Peter Cappel Stadtbürgermeister Heinrich Steinhauer den symbolischen Schlossschlüssel überreichte. Die Reihe der Grußwortredner, die sich in überwiegender Mehrheit erfreulich kurz hielten, wurde beschlossen durch Helmut Käfer, den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Kusel, bevor dem ersten Stadtbeigeordneten und Stadthistoriker Günter Lüers das Schlusswort oblag, in dem dieser an die Triebfedern der Schlossrenovierung und einen bislang recht steifen Gegenwind erinnerte.
Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von Streichern der Musikschule Kuseler Musikantenland und der Ode „An die Freude“ von Ludwig van Beethoven sowie von der Chorgemeinschaft Heinzenhausen-Lauterecken, unter anderem mit einem sehr gelungenen Vortrag des „Fliegermarsches“ von Hermann Dostal.
Im Anschluss schritt die Festversammlung zu einem historisch-Rustikalen Buffet, serviert vom Heimat- und Kulturverein Lauterecken sowie gesponsert durch die Werbegemeinschaft und die Kreissparkasse Kusel. jlk

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