Winzer fordern Bier als Fußball-Getränk heraus
Erster Wein-Matchplan zur WM
- Hat zur Fußball-WM den ersten Wein-Matchplan gemeinsam mit seiner Frau Martina entwickelt: Winzer Matthias Wüst aus Heuchelheim-Klingen
- Foto: Foto: M. Rinck-Wüst
- hochgeladen von Hans-Joachim Allgaier
Bier gilt seit Jahrzehnten als das klassische Getränk zum Fußball. Diese Position greift ein familiengeführtes Weingut aus der Südpfalz jetzt an: Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist das Weingut Rinck-Wüst in Heuchelheim-Klingen (www.rinck-wuest.de) in die Offensive gegangen. Es hat nach eigenen Angaben den ersten „Wein-Matchplan“ für ein komplettes Fußballspiel entwickelt – mit sechs verschiedenen Weinen für sechs typische Phasen einer Begegnung.
„Wir wollten wissen, ob Wein beim Fußball nicht ähnlich gut funktionieren kann wie Bier“, sagt Winzerin und ehemalige Weinprinzessin Martina Rinck-Wüst. „Dabei ist die Idee entstanden, für jede Spielsituation den passenden Wein aus unserem Sortiment aufzustellen – vom Anstoß bis zur Diskussion nach dem Abpfiff.“ Der eigens zusammengestellte WM-Kader reicht von einem unkomplizierten Müller-Thurgau zum Spielbeginn über einen perlenden Secco zum Anstoßen bei Toren bis hin zu Rosé, Rotwein und Weißwein-Cuvées für emotionale Spielsituationen, das Grillen während der zeitversetzten TV-Ausstrahlung oder die Analyse der Höhepunkte.
„Fußball lebt von Emotionen, Gemeinschaft und Genuss. Genau diese Momente wollten wir auch im Glas begleiten“, sagt Winzer Matthias Wüst. Gemeinsam mit seiner Frau hat er die sechs Weine in zwei WM-Angebote verpackt und bietet sie preisgünstig über den eigenen Web-Shop an: den „WM-Sechser“ mit sechs Flaschen sowie die „WM-Doppel-Sechs“ mit zwölf Flaschen.
Beitrag zur Diskussion über veränderte Trinkgewohnheiten
Hinter der Aktion steckt mehr als nur eine Verkaufsidee. Das Winzer-Ehepaar sieht darin auch einen Beitrag zur Diskussion über veränderte Trinkgewohnheiten in Deutschland. „Bier bleibt vermutlich die Nummer eins beim Fußball. Gleichzeitig zeigen aktuelle Marktdaten, dass der Bierkonsum seit der letzten Weltmeisterschaft mit minus neun Prozent stärker zurückgegangen ist als der Weinkonsum mit minus fünf Prozent“, sagt Wüst. „Wir sehen darin eine Chance, Wein stärker als modernes Getränk für gemeinsame Fußballmomente ins Gespräch zu bringen.“
Nach Einschätzung des Winzerehepaars verändern sich die Zielgruppen beim Fußballschauen zunehmend. Neben klassischen Fanrunden gewinnen gemischte Gruppen, Familien und genussorientierte Zuschauer an Bedeutung. „Fußballübertragungen im Fernsehen sind – egal ob live gesendet oder zeitversetzt - heute oft gesellschaftliche Events. Deshalb glauben wir, dass Wein dort künftig eine größere Rolle spielen kann als bisher“, sagt Martina Rinck-Wüst.
Ob sich Wein tatsächlich als Alternative zum Bier beim Fußball etabliert, wird die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zeigen. Das selbstvermarktende Weingut versteht seinen Wein-Matchplan ausdrücklich als Experiment – und als Einladung an Fußballfans, während des Turniers einmal etwas Neues auszuprobieren.
Weitere aktuelle Informationen zur WM-Aktion finden sich auf der Webseite des Weinguts Rinck-Wüst.
Autor:Hans-Joachim Allgaier aus Klingenmünster |
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