Jüdischer Friedhof in der Südpfalz: Führung beleuchtet jüdisches Leben
- Grabstein der Familie Siegel: der Jüdische Friedhof Ingenheim als Erinnerungsort jahrhundertelangen Lebens von Juden und Christen
- Foto: Projektgruppe Jüdisches Leben in Ingenheim/Ralf Piepenbrink
- hochgeladen von Katharina Wirth
Ingenheim. Am Sonntag, 14. September, findet der Tag des offenen Denkmals statt. Unter dem diesjährigen Motto „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ lädt die Projektgruppe „Jüdisches Leben in Ingenheim“ zu einer besonderen Führung über den Jüdischen Friedhof Ingenheim ein. Die Führung beginnt um 14 Uhr und bietet beeindruckende Einblicke in die jahrhundertelange jüdische Geschichte der Südpfalz.
Der Jüdische Friedhof Ingenheim ist der letzte erhaltene Erinnerungsort jüdischen Lebens in der Region und gibt nicht nur Aufschluss über die in Ingenheim bestatteten Personen, sondern auch über die gemeinsamen Lebenswege von Jüdinnen und Juden sowie Christinnen und Christen in der Südpfalz. Die Grabsteine auf dem Friedhof erzählen von den Verstorbenen, ihren Berufen und ihrer Bedeutung im Ortsleben.
Im Fokus der Führung steht auch das Schicksal der Familie Siegel, das die Besucherinnen und Besucher mit der grausamen Realität der NS-Zeit und ihrer zerstörerischen Ideologie konfrontiert.
Die Führung wird von Kurt Johannes, Mitglied der Projektgruppe „Jüdisches Leben in Ingenheim“, geleitet. Er gibt den Grabsteinen des dreihundertjährigen Friedhofs eine Stimme und beleuchtet die Geschichte des jüdischen Lebens in der Südpfalz.
Treffpunkt ist die Bushaltestelle „Schwimmbad“. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei. Hinweis: Männliche Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. [red/kata]
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |
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