Ein buntes Aufbruchsignal für die Region - Sichtbarkeit, Akzeptanz und Vernetzung
- Buntes Bergland
- Foto: Sebastian Jung/Gratis
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Kreis Kusel. Der Landkreis Kusel hat seinen ersten queeren Verein. Unter dem Namen „Buntes Bergland“ setzen sich die Engagierten für Sichtbarkeit, Akzeptanz und Vernetzung im ländlichen Raum ein. Das Programm für die kommenden Wochen steht bereits – und gipfelt im September in einer Premiere.
Wenn es um queeres Leben – also die Lebensrealitäten von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- oder intergeschlechtlichen Menschen – geht, richten sich die Blicke meist auf die großen Metropolen.
Dass Vielfalt jedoch überall zu Hause ist, beweist eine neue Initiative mitten im Landkreis: Mit dem frisch gegründeten Verein „Buntes Bergland“ gibt es nun erstmals eine feste Anlaufstelle für alle, die ein Zeichen für ein offenes Miteinander setzen wollen.
Das primäre Ziel der Vereinsmitglieder ist es, queeres Leben in der Region sichtbarer zu machen und Vorurteile durch Begegnung abzubauen. Und der Verein verliert keine Zeit: Hinter den Kulissen wird bereits intensiv gearbeitet.
Ein erstes erfolgreiches Format hat sich bereits etabliert: Der neu ins Leben gerufene queere Stammtisch bietet Raum für Austausch, Vernetzung und lockeres Beisammensein. Das nächste Treffen steht schon kurz bevor und findet am Mittwoch, 5. August, statt.
Gleichzeitig nimmt ein weiteres Herzensprojekt der Initiatoren Form an: Aktuell befindet sich ein queerer Jugendtreff im Aufbau, der speziell jüngeren Menschen im Landkreis einen geschützten Raum („Safe Space“) bieten soll, um sich auszutauschen und Gleichgesinnte zu treffen.
Den ganz großen Schritt in die Öffentlichkeit wagt der Verein im Spätsommer. Vom 20. bis zum 25. September veranstaltet das „Bunte Bergland“ die erste Kuseler Regenbogenwoche. Die Bürgerinnen und Bürger erwartet ein breit gefächertes Kulturprogramm, das bewusst unterschiedliche Bevölkerungsschichten ansprechen und Brücken bauen möchte.
Die Programmpunkte zeigen, wie vielseitig die Woche gestaltet ist:
Auftakt & Besinnung: Geplant ist unter anderem ein queerer Gottesdienst in der Stadtkirche Kusel.
Kultur & Tiefgang: In der Zehntscheune wird es eine prominent besetzte Lesung geben.
Musik & Subkultur: Auch die jüngere Kulturszene kommt nicht zu kurz – im Kinett sind Rap-Konzerte angekündigt.
Obwohl sich der Verein aktuell noch im bürokratischen Prozess befindet und auf die offizielle Anerkennung der Gemeinnützigkeit wartet, mangelt es nicht an Rückhalt.
Für die Umsetzung der anstehenden Events kann das „Bunte Bergland“ auf ein starkes lokales Netzwerk bauen. Finanziell und organisatorisch wird die Initiative tatkräftig vom Team Plan B, der Kontaktstelle Holler sowie der Partnerschaft für Demokratie Kusel (im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“) unterstützt. Mit diesem Rückenwind setzt der Verein ein wichtiges Zeichen für den Landkreis: Kusel wird bunter, sichtbarer und zeigt, dass Toleranz und ländlicher Raum hervorragend zusammenpassen. red/anjs
Kontakt und Informationen:
Unter E-Mail: buntesbergland@gmail.com
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |
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