Christoph Schneider zieht erste Bilanz nach 100 Tagen im Amt
- Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan
- Foto: VG Kusel-Altenglan
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Kusel-Altenglan. "Seit 100 Tagen bin ich nun im Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde. Diese erste Phase war von zahlreichen intensiven Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern, Mitarbeitenden der Verwaltung sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Ehrenamt geprägt. Parallel dazu stand eine umfassende und weiterhin andauernde Bestandsaufnahme im Fokus, um bestehende Strukturen, Projekte und Herausforderungen genau zu erfassen und einzuordnen. Auf dieser Grundlage konnten bereits erste gezielte Schritte zur Umsetzung zentraler Themen aus meinem Wahlprogramm angestoßen werden. Dabei geht es mir besonders darum, Bewährtes zu stärken, notwendige Veränderungen anzupacken und gemeinsam mit allen Beteiligten tragfähige Lösungen für die Zukunft unserer Verbandsgemeinde zu entwickeln. Mir ist wichtig, diesen eingeschlagenen Weg weiterhin transparent, offen und im engen Austausch mit den Menschen vor Ort zu gestalten. Denn nachhaltige Entwicklungen gelingen nur im Miteinander Schritt für Schritt und mit einem klaren Blick für die Bedürfnisse unserer Region.
Bürgernähe und Transparenz stärken
Ein zentrales Anliegen war es, die Verwaltung näher an die Bürgerinnen und Bürger zu bringen. Mit angepassten Öffnungszeiten der Bürgerdienste (Fachbereich 4) ebenso wie terminlos die Verwaltung aufzusuchen und verstärkter Präsenz in den Ortsgemeinden wurden erste Maßnahmen umgesetzt, um Transparenz zu erhöhen und Anliegen direkter aufzunehmen.
Neue Dialogformate wie eine umfassende Social Media Präsenz oder ein Re-Design unserer Homepage ebenso wie der angekündigte Bürgerkoffer stehen kurz vor der Veröffentlichung.
Zukunftsfähige Infrastruktur entwickeln
Die Sicherung und Modernisierung der Infrastruktur bleibt ein Schwerpunkt. Erste Gespräche zur Verbesserung des Glasfaserausbaus in der Verbandsgemeinde mit der UGG, zu Sanierungsmaßnahmen von Straßen mit dem LBM sowie zur Weiterentwicklung digitaler Angebote wurden angestoßen bzw. Veränderung initiiert. Ziel ist es, die Verbandsgemeinde sowohl für unsere Einwohner als auch für Unternehmen und den Tourismus attraktiv zu halten.
Digitalisierung vorantreiben
Die Digitalisierung der Verwaltung wurde als wichtiger Schritt begonnen. Interne Prozesse werden erweitert, digitalisiert und weitere digitale Dienstleistungen ausgebaut, um Bürgerinnen und Bürgern effizientere Abläufe zu ermöglichen.
Im Bereich Digitalisierung wurde ein internes Digitalisierungskonzept erarbeitet, das die Grundlage für eine strukturierte und zukunftsorientierte Weiterentwicklung sowohl der internen Verwaltungsprozesse als auch der externen digitalen Angebote bildet. Ziel ist es, Abläufe innerhalb der Verwaltung effizienter zu gestalten, digitale für Bürgerinnen und Bürger weiter auszubauen und die Kommunikation moderner und zugänglicher zu machen. Das Konzept schafft hierfür einen klaren Orientierungsrahmen und definiert schrittweise Umsetzungsfelder für die kommenden Jahre.
Feuerwehr stärken – Sicherheit vor Ort gewährleisten
Die Freiwilligen Feuerwehren leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit in unserer Verbandsgemeinde. Durch regelmäßigen Austausch mit Wehrleitung, den Wehrführungen und Einsatzkräften aus der Mitte, lernen wir bessere Bedarfe frühzeitig zu erkennen.
Schwerpunkte sind die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft, die Modernisierung der Ausstattung sowie die Unterstützung bei der Nachwuchsgewinnung. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für unsere Feuerwehrkräfte weiter zu verbessern und ihre wichtige Arbeit nachhaltig zu sichern. Aus diesem Grund sind aktuell große Investitionen im Haushalt geplant die bereits in der Umsetzung sich befinden oder Zeitnah auf den Weg gebracht werden. Darunter fallen die Neubauten der Feuerwehrgerätehäuser in Kusel, Konken, Bosenbach als auch viele Beschaffungen von Einsatzmitteln wie Fahrzeuge, Stromerzeuger und Einsatzkleidung.
Wirtschaft und regionale Entwicklung stärken
Die Unterstützung und Expansion der lokalen Wirtschaft war ein zentrales Wahlkampfthema. In den vergangenen Wochen wurden Gespräche mit Unternehmen geführt, um deren Bedürfnisse besser zu verstehen und gezielt Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts in unserer Verbandsgemeinde zu entwickeln. Mit unseren drei Turboflächen in Ehweiler-Schellweiler, Reichweiler und Konken II haben wir die Fundamente für zukünftigen Wirtschaftswachstum geschaffen. Jetzt gilt es den „Turbo“ aus zu Leben und mit der Unterstützung von den beteiligten Prozesspartnern die Flächen im Reifegrad bis zur konkreten Bebauung zu bringen.
Im Bereich Tourismus wurde die Zertifizierung unserer Wanderwege erfolgreich abgeschlossen. Zudem wird ab der kommenden Woche ein neues Fahrzeug mit entsprechendem Verbandsgemeinde-Logo im gesamten Gebiet unterwegs sein und damit die Außenwirkung sowie die Sichtbarkeit unserer Region weiter stärken.
Ehrenamt und Gemeinschaft fördern
Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Region. Erste Initiativen zur besseren Unterstützung von Vereinen und ehrenamtlich Engagierten wurden gestartet. Unter anderem mit dem Förderprogramm "Engagierte Kommune"! Ziel des Projektes ist es, das freiwillige Engagement in den Kommunen zu stärken. Kommunen sollen begleitet und qualifiziert werden, eigene Ideen für gemeinwohlorientiertes Handeln zu entwickeln und zu realisieren – in Zusammenarbeit und auf Augenhöhe mit der Zivilgesellschaft um deren wichtige Arbeit langfristig zu sichern.
Nachhaltigkeit und Lebensqualität sichern
Auch Themen wie Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung und Lebensqualität wurden aufgegriffen. Hier gilt es, gemeinsam mit den Ortsgemeinden tragfähige Lösungen zu entwickeln, die ökologische und wirtschaftliche Aspekte beinhalten und verbinden.
Die flächendeckende Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik wird in allen Ortsgemeinden fortgeführt und zeitnah abgeschlossen. Darüber hinaus wurde die kommunale Wärmeplanung initiiert, um die strategischen Grundlagen für eine klimafreundliche Energieversorgung zu schaffen.
Familien stärken – Kitas und Grundschulen im Fokus
Familienfreundliche Rahmenbedingungen sind ein zentraler Baustein für die Zukunft unserer Verbandsgemeinde. Daher wurden Gespräche mit Einrichtungen, Leitungen und Elternvertretungen unserer Kindertagesstätten und Grundschulen geführt. Ziel ist es, die Betreuungsangebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln, die personelle Situation zu stabilisieren und die Qualität der frühkindlichen Bildung nachhaltig zu sichern.
Zudem wurden erste Schritte zur Verbesserung der räumlichen Ausstattung sowie zur engeren Verzahnung von Kita und Grundschule angestoßen, um Kindern einen bestmöglichen Start in ihre Bildungsbiografie zu ermöglichen. Gerade auch mit dem Sondervermögen des Bundes das sich aktuell in der Verteilung,-& Abstimmungsprozess befindet werden wir voraussichtlich schwerpunktmäßig in diesem Bereich einsetzen.
Ausblick
Die ersten 100 Tage haben gezeigt: Es liegt noch viel Arbeit vor uns gleichzeitig bietet unsere Verbandsgemeinde ein enormes Potenzial. In den kommenden Monaten wird es darauf ankommen, bereits angestoßene Projekte konsequent weiterzuentwickeln, Prioritäten klar zu setzen und gleichzeitig neue Impulse für eine positive Entwicklung zu geben. Dabei bleibt der offene und kontinuierliche Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern die zentrale Grundlage unseres Handelns.
Die vergangenen Wochen haben mir zudem eindrucksvoll vor Augen geführt, wie viel Engagement, Herzblut und Zusammenhalt in unserer Verbandsgemeinde vorhanden sind. Mein besonderer Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, den zahlreichen Ehrenamtlichen, den Einsatzkräften insbesondere unserer Feuerwehr sowie den Mitarbeitenden in der Verwaltung und in unseren Einrichtungen. Dieses Miteinander bildet die Grundlage für die weitere positive Entwicklung unserer Verbandsgemeinde", so Verbandsbürgermeister Christoph Schneider. red
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |
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