Zeugensuche nach Raub in Heidelberg: Kind und zwei Jugendliche mit Messer bedroht
- Zwei mutmaßliche Raubtaten am Heidelberger Bismarckplatz und in der Fahrtgasse beschäftigen die Kriminalpolizei. Ein Kind und zwei Jugendliche wurden bedroht, in einem Fall soll der Täter ein Messer gezeigt und eingesetzt haben.
- Foto: Polizei Rheinland-Pfalz
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Heidelberg. Am Samstag, 6. Juni, kam es rund um den Bismarckplatz und in der nahegelegenen Fahrtgasse zu zwei Raubdelikten auf offener Straße. Betroffen waren ein 12 Jahre alter Junge sowie zwei 15-jährige Jugendliche, wie das Polizeipräsidium Mannheim mitteilt. Im ersten Fall wurde ein 12-Jähriger gegen 17.30 Uhr am Bismarckplatz von einem unbekannten Mann unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe von Geld aufgefordert. Der Täter erbeutete 5 Euro. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.
Im zweiten Fall waren zwei 15-Jährige zwischen 17.15 Uhr und 18 Uhr vom Bismarckplatz durch die Sophienstraße in Richtung Fahrtgasse unterwegs. Dort sprach sie ein unbekannter Mann an, bedrohte sie und forderte sie auf, in eine schlecht einsehbare Ecke zu gehen. Zunächst zeigte der Verdächtige ein im Hosenbund steckendes Messer und verlangte Bargeld.
Dann richtete er das Messer gegen die Jugendlichen. Die beiden übergaben insgesamt etwa 30 Euro. Einer der Jugendlichen konnte sich kurz aus der Ecke entfernen und sprach ein vorbeikommendes Paar an. Das Paar erkannte die Lage aber offenbar nicht als bedrohlich und ging weiter. Als die Jugendlichen laut um Hilfe riefen, flüchtete der Täter in Richtung eines nahegelegenen Gymnasiums.
Der Tatverdächtige wurde in beiden Fällen ähnlich beschrieben: männlich, etwa 15 bis 16 Jahre alt, dunkler Hauttyp, sportliche Figur, kurze sehr dunkle krause Haare. Er sprach Deutsch ohne erkennbaren Akzent und trug einen beigefarbenen Pullover, eine beigefarbene Jogginghose sowie weiße Turnschuhe.
Das Haus des Jugendrechts Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis ermittelt in beiden Fällen und bittet Zeugen um Hinweise. Wer etwas beobachtet hat oder Angaben zu dem Verdächtigen machen kann, soll sich telefonisch unter 0621 174-4444 melden. Auch das Paar aus dem zweiten Fall wird ausdrücklich gebeten, sich bei der Kriminalpolizei zu melden.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |