Frankenthal startet sichtbar in die Umsetzung des Sanierungs- und Modernisierungsjahrzehnts im Bereich Straßen und Mobilität

Die Flomersheimer Straße.  | Foto: Pressestelle FT
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Frankenthal. Im Stadtgebiet wird derzeit an zahlreichen Stellen gleichzeitig gearbeitet. Fahrbahnteilsperrungen, neue Markierungen und Deckschichtsanierungen machen deutlich: Frankenthal ist in die Umsetzung seines Sanierungs- und Modernisierungsjahrzehnts im Bereich Straßen und Mobilität gestartet. Grundlage dafür sind der genehmigte Doppelhaushalt 2026/2027 sowie das Straßensanierungs- und Straßenausbauprogramm 2025–2030.
Durch den Einsatz von Rahmenverträgen sollen insbesondere Markierungsarbeiten und Schlaglochsanierungen künftig schneller, gebündelter und wirtschaftlicher umgesetzt werden. Ziel ist es, die Infrastruktur langfristig zu sichern, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Mobilität integriert weiterzuentwickeln.
„Wir haben die strukturellen Voraussetzungen geschaffen – jetzt geht es los. Gleichzeitig ist klar: Wir arbeiten unter angespannten finanziellen und personellen Rahmenbedingungen. Umso wichtiger ist es, dass wir Schritt für Schritt vorgehen und die Maßnahmen konsequent umsetzen“, erklärt Oberbürgermeister und Baudezernent Dr. Nicolas Meyer.

Konkrete Maßnahmen im Stadtgebiet

Zu den aktuellen Maßnahmen zählen Markierungsarbeiten an zentralen Knotenpunkten wie dem Neumayerring, der Mahlastraße und dem Europaring, um die Verkehrsführung und Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern. Darüber hinaus werden Deckschichtsanierungen sowie punktuelle Ausbesserungen unter anderem in der Gartenstraße, der Georg-Metz-Straße und der Flomersheimer Straße durchgeführt.
Ergänzt werden diese Arbeiten durch eine kontinuierliche Schlaglochsanierung im gesamten Stadtgebiet. Dank eines neu abgeschlossenen Rahmenvertrags konnten die Reaktionszeiten deutlich verkürzt und notwendige Reparaturen schneller umgesetzt werden. Allein in den vergangenen Wochen wurden mehr als 13 Tonnen Material verarbeitet, um Schäden an den Fahrbahnen zügig zu beseitigen.

Strukturierter Umgang mit einem gewachsenen Sanierungsbedarf

Wie viele Kommunen steht auch Frankenthal vor einem über Jahre gewachsenen Sanierungsbedarf. Mit dem genehmigten Haushalt kann dieser nun systematisch angegangen werden. Das Straßenausbauprogramm sorgt dabei für eine transparente Priorisierung der Maßnahmen und bleibt gleichzeitig flexibel, um auf akute Schäden oder Fördermöglichkeiten reagieren zu können.

Zu den prioritären Projekten zählen unter anderem die Carl-Theodor-Straße, die sich derzeit in Planung befindet, sowie die Elisabethstraße. Grundlage der Priorisierung ist eine systematische Zustandsbewertung des Straßennetzes, die gemeinsam mit den politischen Gremien abgestimmt wurde.
Ein wichtiger Baustein ist zudem die gezielte Weiterentwicklung bestehender Instrumente. Neben dem bestehenden Rahmenvertrag für Schlaglochsanierungen wird aktuell ein weiterer Vertrag für Fahrbahnmarkierungen vorbereitet – insbesondere für sicherheitsrelevante Bereiche wie Schulen, Kitas, Senioreneinrichtungen und den Radverkehr.

Strategische Mobilitätsplanung und integrierte Entwicklung 

Parallel treibt die Stadt die strategische Mobilitätsplanung voran und denkt Infrastruktur und Verkehrsentwicklung konsequent zusammen. Mit der Besetzung von zwei Stellen in der Mobilitäts- und Verkehrsplanung verfügt die Stadt erstmals seit vielen Jahren wieder über die notwendigen fachlichen Kapazitäten, um Mobilitätsthemen systematisch und dauerhaft weiterzuentwickeln.

Ein zentraler Baustein ist dabei das sogenannte Frankenthaler Verkehrsmodell, dessen Vergabeverfahren derzeit vorbereitet wird. Das digitale Abbild des städtischen Verkehrssystems soll künftig helfen, Verkehrsströme besser zu analysieren und die Auswirkungen geplanter Maßnahmen belastbar bewerten zu können. Grundlage hierfür sind unter anderem Verkehrszählungen, Haushaltsbefragungen sowie die Auswertung struktureller Daten.
Das Verkehrsmodell bildet künftig eine wesentliche fachliche Grundlage für verkehrsplanerische Entscheidungen und für das integrierte Mobilitätskonzept, als Teil des übergeordneten Stadtentwicklungsprozesses „Frankenthal 2035“ in dem alle zentralen Zukunftsthemen, wie bspw. Wohnen, Standortentwicklung, Klima und Mobilität gebündelt werden. Dabei wird Mobilität im Rahmen eines Projektteams gemeinsam gestaltet und verschiedene Perspektiven der Stadtgesellschaft (Vereine, Verbände und Beiräte) miteinbezogen und integriert.
Auch die laufenden und geplanten Markierungsarbeiten leisten einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Weiterentwicklung des Radverkehrs. Der derzeit vorbereitete Rahmenvertrag für Markierungsarbeiten soll dabei helfen, insbesondere in sicherheitsrelevanten Bereichen künftig schneller und flexibler reagieren zu können.
Darüber hinaus wird derzeit ein Radverkehrskonzept vorbereitet, das den weiteren Ausbau der Radinfrastruktur strategisch begleiten und konkrete Maßnahmen für ein sicheres und attraktives Radwegenetz definieren soll.

Konkrete Projekte zur Stärkung des Radverkehrs

Neben diesen strategischen Planungen setzt die Stadt bereits konkrete Projekte zur Stärkung des Radverkehrs um. Mit der Einführung von VRNnextbike am Bahnhaltepunkt Flomersheim wurde erstmals ein entsprechendes Angebot in einem Vorort geschaffen. Der schrittweise Ausbau auf weitere Stadtteile ist vorgesehen.
Ein weiteres sichtbares Projekt ist der neue Fahrradparkturm am Hauptbahnhof, der sich derzeit in der finalen Fertigstellung befindet und nach aktueller Planung pünktlich zum Strohhutfest in Betrieb gehen soll. Mit der vollautomatisierten Anlage entstehen sichere, komfortable und witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder unmittelbar am zentralen Mobilitätsknoten der Stadt.
„Unser Ziel ist eine Mobilität, die unterschiedliche Verkehrsträger sinnvoll miteinander verbindet, die Verkehrssicherheit stärkt und gleichzeitig die Lebensqualität in unserer Stadt verbessert“, so Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer.

Unter anspruchsvollen Bedingungen gemeinsam vorankommen

Die Umsetzung erfolgt weiterhin unter anspruchsvollen finanziellen und personellen Bedingungen, wird aber durch Förderprogramme unterstützt. Der Bereich Straßen und Mobilität ist Teil eines umfassenden gesamtstädtischen Sanierungsansatzes, der auch Sportstätten sowie Gebäude und Liegenschaften umfasst. Klar ist: Der Abbau des Sanierungsstaus braucht Zeit – der Einstieg ist jedoch gemacht.

„Entscheidend ist, dass wir die begonnenen Schritte konsequent fortführen und die Entwicklung unserer Stadt verlässlich voranbringen“, betont Dr. Nicolas Meyer. Die Stadt dankt allen Beteiligten in Verwaltung und Umsetzung und bittet die Bürgerschaft, weiterhin den Mängelmelder zu nutzen, um Hinweise zu Schäden im Straßenraum unkompliziert zu übermitteln. [red]

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Autor:

Reiner Bohlander aus Frankenthal

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