Förderprogramm „Aktive Stadtzentren“
Bürger können sich beteiligen

Mit dem Förderprogramm hat die Stadt die Chance, die Innenstadt städtebaulich neu zu gestalten.
  • Mit dem Förderprogramm hat die Stadt die Chance, die Innenstadt städtebaulich neu zu gestalten.
  • Foto: Gisela Böhmer
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Frankenthal. Im Dezember 2018 erhielt die Stadt Frankenthal den Bescheid für das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadtzentren“. Damit hat Frankenthal die Chance, die Innenstadt städtebaulich neu zu gestalten. Außerdem können mit der Förderung Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel oder den demografischen Wandel unterstützt werden.
Voraussetzung für die Zuteilung der Gelder ist ein von der Verwaltung zu erarbeitendes so genanntes „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)“. Dabei möchte die Stadt Bürger sowie weitere wichtige Akteure der Innenstadt im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprozesses aktiv einbinden. Die Auftaktveranstaltung findet am Donnerstag, 23. Januar, um 19 Uhr im Spiegelsaal des Congressforums statt. Eingeladen sind Hauseigentümer, Anwohner, Einzelhändler und alle anderen Interessierten, um sich über das Programm, die Ziele, Beispiele aus anderen Städten und Fördermöglichkeiten für Privateigentümer zu informieren. Darüber hinaus findet eine erste Beteiligungsrunde statt, damit die Verwaltung erste Eindrücke und Stimmungen der Bürger über die aktuelle Situation der Frankenthaler Innenstadt gewinnen kann. Das Fördergebiet umfasst den Kernbereich der Innenstadt zwischen Westlicher Ringstraße, Neumayerring, Europaring, Carl-Theodor- und Elisabethstraße.
Nach der Auftaktveranstaltung folgen im Februar drei verschiedene Arbeitsgruppensitzungen, in denen wichtige Themen und Herausforderungen der Innenstadtentwicklung gemeinsam mit den Bürgern betrachtet und Vorschläge für Projekte und Maßnahmen zur Stärkung und Aufwertung der Innenstadt erarbeitet werden sollen. Hier werden beispielsweise die Themen „Leben und Wohnen in der Innenstadt / Stadtgestaltung“, „Einzelhandel“ oder „Verkehr und Mobilität“ näher beleuchtet.

Fördermöglichkeiten für Hauseigentümer

Im Rahmen des Programmes „Aktive Stadtzentren“ können neben öffentlichen auch private Sanierungsmaßnahmen gefördert werden. Daher werden die Hauseigentümer im Fördergebiet Innenstadt von der Verwaltung direkt angeschrieben und zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Allen Hauseigentümern wird zudem ein Fragebogen zugestellt. Mit Hilfe dieses Fragebogens möchte die Verwaltung Einschätzungen der Bewohner zur aktuellen Situation in der Innenstadt (Stärken, Schwächen, Handlungsfelder) sowie zum Zustand der Gebäude und möglichen Sanierungsmaßnamen gewinnen.

Förderprogramm „Aktive Stadtzentren“

Mit den Fördermitteln aus der Landesinitiative zur Stärkung der Investitionsfähigkeit der großen Mittelzentren soll die Innenstadt aufgewertet und im Rahmen eines ganzheitlichen und nachhaltig ausgelegten Innenstadtentwicklungsprozesses als Standort von Handel, Dienstleistung, Gewerbe, Wohnen und Tourismus gestärkt werden. Zudem kann das bestehende Stadtumbaugebiet „Westliche und Östliche Umgebung des Hauptbahnhofes“ erweitert werden.
Diese Initiative bietet für die Stadt Frankenthal große Entwicklungschancen. Als Leuchtturmprojekt soll dabei die Sanierung und Neugestaltung des Erkenbert-Museums dienen. Weitere Leitprojekte sind die Neugestaltung des Rathausplatzes, der benachbarten Willy-Brandt-Anlage sowie der angrenzenden Carl-Theodor-Straße. Dabei soll ein Gesamtkonzept erarbeitet werden, wie dieser zentrale öffentliche Raum seinem historischen Umfeld wieder gerecht werden kann. Ferner sollen die zentralen Achsen der Innenstadt die Bahnhofs-, sowie die Wormser- und Speyerer-Straße funktional und gestalterisch aufgewertet werden. Dazu zählen beispielsweise ein Lichtkonzept für den öffentlichen Raum, eine einheitliche Stadtmöblierung, die Schaffung von zusätzlichen Sitzmöglichkeiten sowie die Aufwertung des Straßenraums.
Eckpunkte der Landesinitiative für Frankenthal sind eine vierjährige Laufzeit, ein Fördersatz von 90 Prozent und ein förderungsfähiges Investitionsvolumen von rund 6.200.000 Euro bzw. ein Fördermittelvolumen von rund 5.600.000 Euro. Die Stadt Frankenthal trägt einen Eigenanteil von 10 Prozent. ps

Autor:

Gisela Böhmer aus Frankenthal

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