Was gegen Kalk hilft
Hartes Wasser in Frankenthal
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Frankenthal. Das Leitungswasser in Frankenthal ist hart. Die Wasserhärte liegt bei etwa 15,3 Grad deutscher Härte (°dH), was rund 2,73 mmol/l entspricht. Damit befindet sich das Wasser im Härtebereich „hart“. Für die Verbraucher bedeutet das vor allem eines: Kalkablagerungen können im Alltag schnell zum Problem werden.
Besonders betroffen sind Geräte, die regelmäßig mit heißem Wasser arbeiten. In Wasserkochern und Kaffeemaschinen kann sich Kalk ablagern, aber auch an Armaturen und in der Dusche sind Kalkflecken häufig sichtbar. Die hohe Wasserhärte bedeutet jedoch nicht, dass das Trinkwasser von schlechter Qualität ist. Die Stadtwerke Frankenthal weisen weiterhin auf eine hohe Wasserqualität hin. Das Trinkwasser stammt aus Tiefbrunnen im Norden der Stadt.
Richtig mit hartem Wasser umgehen
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Kalkbildung im Haushalt reduzieren. Bei der Waschmaschine sollte die Wasserhärte auf „hart“ beziehungsweise etwa 15 bis 16 °dH eingestellt werden. Das Waschmittel kann dann entsprechend der Dosiertabelle für hartes Wasser dosiert werden. Auch beim Geschirrspüler ist die Einstellung auf den Härtebereich „hart“ wichtig. Je nach Gerät wird zusätzlich Regeneriersalz benötigt. Bei Kaffeevollautomaten empfiehlt sich in der Regel eine Einstellung der Wasserhärte auf Stufe 3 oder 4. Noch genauer ist die Bestimmung mit einem Wasserhärte-Teststreifen, sofern dieser vom Hersteller mitgeliefert wird. Wasserkocher sollten je nach Nutzung etwa alle zwei bis vier Wochen entkalkt werden. Bei Kaffeemaschinen sollte das vom Hersteller vorgesehene Entkalkungsprogramm verwendet werden. Ein Wasserfilter im Wassertank kann die Kalkbildung zusätzlich verringern. Auch Dusche und Armaturen sollten regelmäßig mit einem geeigneten Entkalker gereinigt werden. Bei Natursteinflächen ist jedoch Vorsicht geboten: Essig oder Zitronensäure können das Material beschädigen.
Ist eine Enthärtungsanlage sinnvoll?
Wer dauerhaft weniger Kalk im gesamten Haushalt haben möchte, könnte über eine Enthärtungsanlage nachdenken. Bei einer Wasserhärte von rund 15 °dH ist eine solche Anlage jedoch nicht zwingend notwendig. Für eine einzelne Wohnung ist der Einbau zudem komplizierter als in einem Einfamilienhaus. Eine große zentrale Anlage für das gesamte Gebäude kommt für eine einzelne Wohnung in der Regel nicht infrage. Möglich wäre stattdessen eine kompakte Anlage für die eigene Wohnung – vorausgesetzt, die vorhandene Wasserinstallation bietet dafür die notwendigen Voraussetzungen.
Eine Alternative: der Kalkbrecher
Eine weitere Möglichkeit ist ein sogenannter Kalkbrecher. Diese Geräte arbeiten mit Ultraschall. Dabei werden Schallwellen in die Wasserleitung eingeleitet, die die Struktur der entstehenden Kalkkristalle beeinflussen sollen.
Wichtig ist dabei: Der Kalk wird durch diese Technik nicht aus dem Wasser entfernt und die Wasserhärte bleibt unverändert. Stattdessen soll verhindert werden, dass sich der Kalk so fest an Rohren und Geräten ablagert.
Für eine Wohnung oder auch im Einfamilienhaus kann diese Lösung interessant sein, weil sie im Vergleich zu einer klassischen Enthärtungsanlage weniger aufwendig ist. Ob sie für die jeweilige Installation geeignet ist, hängt jedoch unter anderem von der vorhandenen Wasserleitung ab. Der Kalkbrecher wird ganz einfach mit zwei Kabelbindern an einem geraden Stück der Metallrohrleitung befestigt. Anschließend wird das Gerät mit dem mitgelieferten Anschluss an die Stromversorgung angeschlossen. Schon ist der Kalkbrecher einsatzbereit und beginnt, den Kalk in der Rohrleitung zu „brechen“. Dadurch lassen sich vorhandene Kalkablagerungen nun ganz einfach von den Oberflächen abwischen.
Fazit
Das Frankenthaler Leitungswasser ist hart, aber von hoher Qualität. Kalkablagerungen lassen sich mit regelmäßiger Pflege und der richtigen Einstellung von Haushaltsgeräten gut kontrollieren. Eine Enthärtungsanlage ist bei etwa 15,3 °dH nicht unbedingt erforderlich. Wer dennoch etwas gegen Kalk unternehmen möchte, kann je nach Wohnsituation zwischen klassischen Enthärtungsanlagen, Wasserfiltern und alternativen Verfahren wie dem Kalkbrecher wählen.
Autor:Andreas Müller aus Frankenthal |
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