Sauber, gesund, klimaneutral: Kampagne "trinkfair"
Kampagne wirbt auch in Ettlingen für Wasser aus dem Hahn

Präsentierten das Projekt „trinkfair“ in der Buhlschen Mühle in Ettlingen (v.l.): Eberhard Oehler, Geschäftsführer der "Stadtwerke Ettlingen, Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold, Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Alice Knorz und Rui Duarte, Vorstände "Fairantwortung", und Michael Homann, Geschäftsführer "Stadtwerke Karlsruhe"
  • Präsentierten das Projekt „trinkfair“ in der Buhlschen Mühle in Ettlingen (v.l.): Eberhard Oehler, Geschäftsführer der "Stadtwerke Ettlingen, Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold, Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Alice Knorz und Rui Duarte, Vorstände "Fairantwortung", und Michael Homann, Geschäftsführer "Stadtwerke Karlsruhe"
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  • hochgeladen von Jo Wagner

Ettlingen. Diese Bilanz ist unschlagbar: Eine vierköpfige Familie kann genau so viel Wasser wie immer trinken – und ganz ohne Aufwand pro Jahr 1.224 Euro sparen und die Umwelt um 496 Kilogramm Kohlendioxid entlasten. Wie das gehen kann? „Indem die Familie von in Flaschen gekauftem Wasser auf Trinkwasser aus dem Hahn umsteigt“, gibt Rui Duarte die Antwort.
Duarte ist gemeinsam mit Alice Knorz Vorstand der gemeinnützigen "AG Fairantwortung" aus Karlsruhe, und im Team haben sie die Kampagne „trinkfair“ erarbeitet, mit der sie Unternehmen und die breite Öffentlichkeit dafür gewinnen möchten, Wasser aus dem Hahn zu nutzen. Von Beginn an als Projektpartner im Boot sind auch die "Stadtwerke Ettlingen" – also diejenigen, die in der Region für die hohe Qualität des Produkts Trinkwassers stehen. Gemeinsam haben sie „trinkfair“ in der Buhlschen Mühle in Ettlingen vorgestellt.

Unverpackt ist die beste Lösung
„Wasser aus dem Hahn ist sauber, gesund und klimaneutral. Wir dürfen dieses hohe Gut doch nicht Produkten in Plastik- oder anderen Flaschen vorziehen“, bringt es Duarte auf den Punkt und betont: „Unverpackt ist die beste Lösung.“ Er rechnet vor, dass in Deutschland pro Jahr 16,4 Milliarden Einweg-Flaschen verbraucht werden. „Übereinandergestapelt ergibt das 14 Mal die Strecke von der Erde bis zum Mond“, so der Fairantwortung-Vorstand.

Um Unternehmen sowie Bürgern deutlich zu machen, wie sie durch das Nutzen von Wasser aus dem Hahn die Umwelt, das Klima und den eigenen Geldbeutel schonen können, hat "Fairantwortung" den „trinkfair-Rechner“ entwickelt: In ihn kann individuell das bisherige Trinkverhalten beim Wasser online eingegeben werden, und sofort wird angezeigt, wieviel Einsparpotenzial der Wechsel auf Leitungswasser hat. Beeindruckend ist das Beispiel eines Unternehmens aus Karlsruhe mit 20 Mitarbeitern, die bisher hauptsächlich Mineralwasserflaschen aus Glas nutzen: Beim Umstieg auf Wasser aus dem Hahn geht der CO2-Verbrauch von 1.205 Kilogramm auf Null zurück und anstelle von 6.457 Flaschen werden gar keine mehr gebraucht. Folge: Die Kosten reduzieren sich von 4.038 Euro auf 18 Euro.

Klimaschutz aktiv umgesetzt
Für „trinkfair“ hat das gemeinnützige Unternehmen zwei starke Partner an seiner Seite, wie Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hervorhebt: „Es ist ein starkes Signal, dass die Stadtwerke Karlsruhe und die Stadtwerke Ettlingen beide als Kooperationspartner fungieren. Damit übernehmen sie gemeinsam Verantwortung.“ Mentrup macht deutlich: „Wasser aus dem Hahn zu nutzen ist eine ideale Möglichkeit, Klimaschutz aktiv umzusetzen – und dies ganz ohne Aufwand oder finanziellen Einsatz.“ Mit „trinkfair“ gebe man den Menschen eine konkrete Handlungsmöglichkeit, und gleichzeitig würde die Kampagne aufklären, wie hoch die Qualität des heimischen Trinkwassers ist.

OB-Kollege Johannes Arnold aus Ettlingen kündigt an, zu prüfen, ob das Angebot von kostenlosen Trinkwasserspendern bereits in allen Ettlinger Schulen umgesetzt ist und wie es ggf. noch weiter ausgebaut werden kann. Außerdem werde auch im öffentlichen Raum in der Innenstadt im kommenden Jahr ein Trinkwasserspender installiert. Arnold stellt deutlich heraus, dass es die Kommunen sind, die den Klimaschutz vor Ort umsetzen. „Hier braucht es noch mehr Förderung und Unterstützung durch Bund und Land, damit die Kommunen diese wichtigen Aufgaben erfüllen können“, appelliert Arnold.

verlässlich hohe Qualität
Den Ansatz der Kampagne „trinkfair“, über die verlässlich hohe Qualität aufzuklären und den Nutzen für die Umwelt herauszustellen, halten die Stadtwerke für den richtigen Weg. „Klimaschutz ist einfach, man muss ihn nur umsetzen und nicht nur darüber reden“, wirbt Eberhard Oehler dafür, das eigene Verhalten zu ändern und die Ansätze von „trinkfair“ zu beherzigen. Der Geschäftsführer der "Stadtwerke Ettlingen" plädiert dafür, Trinkwasser aus dem Hahn als wertvolles Lebensmittel zu betrachten und ihm mehr Wertschätzung zu schenken. Er erinnert daran, dass gutes und sauberes Trinkwasser nicht überall selbstverständlich sei und zitiert ein altes Sprichwort der Tuareg, die als Wüstenvolk wissen, wie wertvoll Wasser ist: „Wasser ist nichts, wenn Du es hast.“

Die Kampagne „trinkfair“ will diese Einstellung gegenüber dem Lebensmittel Wasser ändern. In den kommenden Wochen und Monaten wird Fairantwortung gemeinsam mit den beiden Stadtwerken nun stark in die Öffentlichkeit gehen und für das Lebensmittel Trinkwasser werben. Im zweiten Schritt wollen sie „trinkfair“ weiter über ihre Netzwerke bekannt und Trinken aus dem Hahn populär machen – am liebsten bundesweit, indem weitere Stadtwerke als Partner hinzugewonnen werden, www.trinkfair.de

Autor:

Jo Wagner

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