Internationaler Klavierwettbewerb in Ettlingen
Professor Manz ist neuer künstlerischer Leiter

Vor dem Konzert von Oleksii Kanke, Preisträger des Wettbewerbs 2018 Kategorie B Teilnehmer bis 20 Jahre wurde der neue Kopf des Klavierwettbewerbs vorgestellt: Professor Wolfgang Manz Bildmitte, mit EMCY-Präsident Scholer, OB Arnold und Organisationsleiter Reich (v.l.)
  • Vor dem Konzert von Oleksii Kanke, Preisträger des Wettbewerbs 2018 Kategorie B Teilnehmer bis 20 Jahre wurde der neue Kopf des Klavierwettbewerbs vorgestellt: Professor Wolfgang Manz Bildmitte, mit EMCY-Präsident Scholer, OB Arnold und Organisationsleiter Reich (v.l.)
  • Foto: Stadt Ettlingen
  • hochgeladen von Jo Wagner

Ettlingen. Mit dem Ettlinger Wettbewerb ist Professor Wolfgang Manz bestens vertraut. Denn er sitzt seit 2006 in der Jury dieses renommierten Klavierwettbewerbs für junge Pianisten. Im vergangenen Jahr hat der bisherige künstlerische Leiter Professor Robert Benz sich verabschiedet, er wird aber Jurymitglied beim Wettbewerb 2020 sein.

Dadurch werde zum einen die Kontinuität des Wettbewerbs bewahrt und zum anderen könne es dennoch neue Impulse durch Herrn Manz geben. Er bringt reichhaltige Erfahrung sowohl als Teilnehmer wie auch als Juror und Organisator von Wettbewerben mit. Der Ettlinger Wettbewerb bewege sich auf einem sehr hohen Niveau und ist in China, Japan und Korea bekannter als in Deutschland. Bereits vor zwei Jahren habe Professor Benz ihn gefragt, ob er nicht künstlerischer Leiter werden möge.

Eine reizvolle Aufgabe. Denn solche Wettbewerbe seien ein Markt der Chancen. Pianisten haben keine großen Berufsaussichten, wenn sie keine Solokarriere einschlagen. Und das Profil beim Ettlinger Competition spricht genau jene Kinder und Jugendlichen an, die in der Blütezeit ihrer pianistischen Entwicklung sind. Hier sind sie am originellsten und frischesten, so Manz. Auch Manz setzt auf Kontinuität, doch an einigen Stellschrauben wird er bereits für den 17. Wettbewerb drehen. Die Etüdenauswahl von Chopin will er erweitert wissen und das Werk des bahnrechenden Komponisten Ligety will er aufgenommen wissen. Und in der Jury werden wie in den zurückliegenden Jahren wieder neue Gesichter, aber auch vertraute dabei sein. Wichtig war Manz, dass ein Vertreter aus China vertreten ist, da aus diesem Land viele Adepten kommen.

Neben Zhe Tan China wird auch neu sein Anna Gourari, Deutschland, Anna Malikova Russland, Ivan Klansky, Tschechien, weitere Juroren, wie bereits erwähnt, Robert Benz, Christopher Elton, Großbritannien, er ist von Anfang an dabei, Kristin Merscher, Deutschland, sowie Daejin Kim Republik Korea. Auch bei den Bewertungen möchte er weg vom Punktesystem und hin zu einem Ja oder Nein-Verfahren.

Das wichtigste und schwierigste zugleich sei die Förderung nach dem Wettbewerb, unterstrich Paul Scholer, Präsident von EMCY European Union of Music Competitions for Youth, er ist der Dachverband nationaler und internationaler Musikwettbewerbe für junge Musiker in Europa. Ettlingen stehe ganz oben. Wir organisieren Konzerttouren mit Preisträgern aus unterschiedlichen Wettbewerben. Mit Blick auf Gisela von Rentelen von der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe betonte Scholer, er sei wichtig, dass die Stadt und die Sponsoren diesen Wettbewerb unterstützen. Und er betonte, diese Wettbewerbe seien zugleich auch ein kultureller Austausch, der Begegnungen von jungen Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen befördere. (amt)

Gleichfalls eine wichtige Konstante des Wettbewerbs ist Frank Reich, Organisationsleiter. Die Informationen für den 17. Klavierwettbewerb stünden bereits auf der Homepage, die Anmeldung erfolge vom 1. Januar bis 21. April 2020. Voraussichtlich im Mai können wir sagen, wer nach Ettlingen kommt. Der Wettbewerb findet dann vom 8. bis 16. August 2020 statt.

Kurzbiografie Professor Manz: Professor Manz, 1960 in Düsseldorf geboren, ist ein gefragter Solist für Konzert mit Orchester aber auch für Kammermusik. Sein Repertoire umfasst ein Solo- und Kammermusikprogramm von Bach bis zur Moderne. Seine Konzerttätigkeit führte ihn u.a. nach Berlin in die Philharmonie, ins Festspielhaus Salzburg, in die Alte Oper Frankfurt, in die Suntory Hall von Tokyo.
Manz verfolgt aber auch eine intensive pädagogische Tätigkeit, sei es seine Meisterkurse in Belgien, Österreich oder Südkorea, er war Gastprofessor an der Ferris-Universität in Yokohama Japan. Er lehrte Klavier an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg und war 2017 Vizepräsident dieser Hochschule.

Wolfgang Manz ist wiederholt Juror u.a. beim Deutschen Musikwettbewerb Bonn gewesen, beim Rachmaninow-Wettbewerb Moskau und Darmstadt sowie beim Enescu-Wettbewerb Bukarest. Viele seiner Studenten sind Preisträger bei internationalen Wettbewerben darunter der Ettlinger oder in Hongkong oder Cleveland.

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