Peter Keller: Spieler, Vorsitzender und Herz des PPC Erfweiler
- Peter Keller war dem Tischtennis mit Leib und Seele verbunden: Als Spieler, Vorsitzender und geschätzter Sportsmann prägte er den PPC Erfweiler über Jahrzehnte hinweg.
- Foto: Annette Baumann/Thomas Neuner
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Über Jahrzehnte engagiert, sportlich anerkannt und menschlich geschätzt: Peter Keller hinterlässt beim PPC Erfweiler eine große Lücke – am Samstag nimmt der Verein Abschied.
Von Erik Stegner
Dahner Felsenland. Der Tischtennisverein PPC Erfweiler trauert um seinen langjährigen Vorsitzenden Peter Keller. Er ist in der vergangenen Woche nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 61 Jahren gestorben. Die Nachricht von seinem Tod hat den kleinen Verein aus dem Dahner Tal tief erschüttert. „Vor zwei Monaten stand er noch mit uns an den Platten“, berichtet Vorstands- und Mannschaftsmitglied Daniel Kölsch. „Der gesamte Verein steht unter Schock.“ Mit Peter Keller verliert der PPC nicht nur seinen Vorsitzenden, sondern eine Persönlichkeit, die den Verein über Jahrzehnte hinweg geprägt hat.
Einsatz bis zuletzt – auch unter Schmerzen
Bezeichnend für seinen Einsatz: Noch am 3. Oktober stellte er sich – trotz Schmerzen und körperlicher Einschränkungen – beim Auswärtsspiel beim TTC Nünschweiler III bewusst in den Dienst seiner Mannschaft und holte im hinteren Paarkreuz einen entscheidenden Sieg. Dieser Erfolg war für den PPC Erfweiler von großer Bedeutung und erhält dem Verein weiterhin die Chance auf die Meisterschaft in der Bezirksklasse Ost. Sportlich prägte Peter Keller seinen Verein jedoch nicht nur in diesem einen Spiel. Ohne Zweifel zählte er über viele Jahre hinweg zu den stärksten Spielern, die der PPC Erfweiler je in seinen Reihen hatte.
Prägende Jahre an der Spitze des Vereins
Seit 2010 stand Keller auch in der Vereinsführung an der Spitze des PPC Erfweiler. Hilfsbereit, kollegial, stets freundlich und selten ohne einen Spruch auf den Lippen – so beschreiben ihn Weggefährten und Mitspieler. Tischtennis war sein Leben. „Er hat ganz wichtige Weichen für die Zukunft des Vereins gestellt“, betont Daniel Kölsch. Weit über die Grenzen von Erfweiler hinaus war Peter Keller als fairer Sportsmann bekannt und geschätzt. Der Austausch mit anderen Vereinen, das gesellige Beisammensein und die persönlichen Kontakte waren ihm ebenso wichtig wie der sportliche Wettbewerb. Der Mensch stand für ihn stets im Mittelpunkt.
Dem Tischtennis ein Leben lang verbunden
Dem PPC Erfweiler blieb Peter Keller ein Leben lang eng verbunden. Bereits einen Monat nach der Vereinsgründung im Jahr 1978 trat der gelernte Fliesenleger dem Ping Pong Club bei und hielt ihm als Spieler, Mitglied und Vorsitzender bis zu seinem Tod die Treue – auch wenn er zwischenzeitlich beim TTC Bruchweiler und in Eppenbrunn aktiv war. Selbst ein schwerer Unfall, der zu erheblichen körperlichen Einschränkungen führte, konnte ihn nicht von seinem geliebten Sport trennen. Über seinen Heimatverein hinaus war er viele Jahre auch für die Behindertensportgemeinschaft St. Ingbert erfolgreich als Para-Sportler im Einsatz. Mehrfach errang er bei Deutschen Meisterschaften im Einzel und Doppel große Erfolge und trug sich ganz oben in die Siegerlisten ein.
Schwerer Gang für PPC Erfweiler
Der PPC Erfweiler will das Wirken und die Verdienste seines Vorsitzenden in Ehren halten. Geplant ist ein Tischtennisturnier mit befreundeten Vereinen um einen Peter-Keller-Pokal. Zeitpunkt und Ausgestaltung werden derzeit vereinsintern beraten. Die Beerdigung findet am Samstag, 10. Januar, um 11 Uhr, auf dem Friedhof in Erfweiler statt – ein schwerer Gang für den PPC Erfweiler und viele Freunde des Tischtennissports, die dort Abschied von einem besonderen Menschen nehmen.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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