Street-Art in Bruchmühlbach-Miesau: Fahrgäste müssen bis 2027 auf Aufzüge warten
- Die neue Street-Art-Unterführung am Bahnhof Bruchmühlbach-Miesau wird bereits rege von den Zugfahrern genutzt, wie hier von Mohammad Farooq Hotaki (rechts) und Fahim Masoudi.
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Graue Unterführung wird zur Street-Art-Galerie: Am Bahnhof Bruchmühlbach-Miesau bringt ein Künstler Farbe ins Spiel. Doch die defekten Aufzüge bleiben ein Dauerthema.
Von Erik Stegner
Bruchmühlbach-Miesau. Jahrzehntelang wirkte die Unterführung am Bahnhof grau und trostlos. Wer die Gleise wechseln wollte, kam zwar nicht an ihr vorbei – einladend war der Durchgang jedoch kaum. Das hat sich geändert: Seit August zieren farbenfrohe Motive des Mainzer Künstlers Leif-Eric Möller die Wände und verwandeln die Passage in eine kleine Kunstgalerie.
- Regionale Motive wie Kirche und Greifvogel prägen die Graffiti des Mainzer Künstlers Leif-Eric Möller in der Unterführung.
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Street-Art als neues Aushängeschild
Die Werke aus der Spraydose greifen typische Szenen und Landschaften aus der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau auf. Ortsbürgermeister Rüdiger Franz erklärt: „Das Street-Art-Projekt soll Schmierereien vorbeugen und die Unterführung attraktiver machen.“ Finanziert wurde die Aktion vom Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZÖPNV). Dessen Verbandsdirektor Michael Heilmann betont: „Wir möchten das Erscheinungsbild des Bahnhofs wieder so gestalten, dass sich die Menschen hier wohlfühlen.“
- Täglich frequentiert: Besonders viele Schüler nutzen die neu gestaltete Unterführung am Bahnhof Bruchmühlbach-Miesau.
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Aufzüge bleiben Dauerärgernis – Lösung ab 2027?
So sehr die bunte Gestaltung frische Akzente setzt – ein zentrales Problem bleibt ungelöst: Beide Aufzüge am Bahnhof sind seit Juli 2022 außer Betrieb, nachdem sie mehrfach Ziel von Vandalismus wurden. Für viele Bürger, insbesondere für mobilitätseingeschränkte Reisende, ist das eine unhaltbare Situation.
- Von außen wirkt der Aufzug modern – doch seit Juli 2022 ist er außer Betrieb und sorgt für Ärger bei Fahrgästen.
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Die Deutsche Bahn übernimmt
Nach vielen positiven Gesprächen mit der Deutschen Bahn sowie dem Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr (ZÖPNV) hat sich die Ortsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau dazu entschieden, den Betrieb der Aufzugsanlage nicht mehr in Eigenregie weiterzuführen. Ab 2027 übernimmt die Deutsche Bahn die Verantwortung – samt Austausch der Anlagen.
- Detail aus der neuen Gestaltung: Ein leuchtend roter Marienkäfer bringt Farbe in die zuvor grauen Betonwände.
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Ausblick und Fazit
Was bis dahin geschieht, ist unklar. Eine provisorische Instandsetzung der beiden Fahrstühle steht nicht in Aussicht. Reisende müssen daher weiterhin die Treppen nutzen – für ältere und behinderte Menschen ein unhaltbarer Zustand. Immerhin: „Die Aufzugsanlagen sind enorm wichtig, um die Barrierefreiheit am Bahnhof Bruchmühlbach-Miesau gewährleisten zu können“, betont Ortsbürgermeister Franz und blickt optimistisch in die Zukunft.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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