Jüngste Veranstaltung des Orgelbauvereins Miesau
Fulminantes Programm aus Lesung und Musik

Mit meisterhaft vorgetragenen Balladen und Moritaten zogen Madeleine Giese und Rainer Furch das Publikum in ihren Bann  Foto: PS
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Bruchmühlbach-Miesau. „Ein Hering liebt eine Auster“ – unter diesem skurril anmutenden Titel, einem Gedicht von Joseph Victor von Scheffel entlehnt, stand die jüngste Veranstaltung des Orgelbauvereins Miesau. Und damit bewegte sich das Kulturangebot des Vereins auf neues Terrain.
Am Abend des 17. Juli erwartete die gespannten Zuhörerinnen und Zuhörer in der Miesauer Kirche ein fulminantes Programm aus Lesung und Musik.
Die längst weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannten und 2021 mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis ausgezeichneten Lokalmatadore Madeleine Giese und Rainer Furch zogen mit meisterhaft vorgetragenen Balladen und Moritaten das fast hundert Personen starke Publikum in ihren Bann. Dabei gaben sich namhafte Autoren wie Schiller, Heine, Mörike, Busch und Kästner die Klinke in die Hand. Ob eher „schwere“ Balladen vor der Pause oder mit spitzbübischer Freude rezitierte Werke in der zweiten Programmhälfte – eines hatten die Texte gemeinsam: Kaum ein Protagonist erlebte den letzten Vers. Diesem „roten Faden“ folgend, lobte das Ensemble „Wortlaut“ eine Flasche Wein für besondere Aufmerksamkeit aus: Man musste am Ende der Veranstaltung die genaue Zahl der auf die verschiedensten Arten zu Tode Gekommenen nennen können.
Für eine kurzweilige musikalische Umrahmung zwischen den düsteren, schaurigen, skurrilen und frivolen Texten sorgte das Trio „Tango Palatino“. Klaus Leppla (Violine), Georg Bingert (Kontrabass) und Wolfgang Graff (Akkordeon) ließen mit beeindruckender Virtuosität Tango und Walzer erklingen und brachten so ein Stück Wiener Kaffeehaus-Atmosphäre in die Miesauer Kirche.
Es gab begeisterten Applaus und 21 „Tote“. ps

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Autor:

Frank Schäfer aus Pirmasens

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