Dr. Frank Ewerszumrode über Heiligenverehrung und Protestantismus
Die Heiligen müssen uns nicht trennen!

Heiligenstatue bei der Roxheimer Wasserprozession
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  • Heiligenstatue bei der Roxheimer Wasserprozession
  • Foto: N. Uhl, 2016
  • hochgeladen von Hermann J. Feise

Die Verehrung der Heiligen ist einer der großen Unterschiede zwischen Katholiken und Protestanten im praktischen Glaubensleben. Frater Dr. Frank Ewerszumrode, einer der besten Kenner Calvins unter den jungen deutschen Theologen, kommt am 5.9.2019 nach Bobenheim-Roxheim, um über „Heiligenverehrung – auch für Protestanten verständlich gemacht“ zu sprechen. Ewerszumrode zeigt in seinem Vortrag um 19.30h im Pfarrheim St. Antonius die evangelischen Vorbehalte gegen die Verehrung der Heiligen genauso auf, wie die Schnittmengen wo katholischen Heiligenverehrung und evangelische Glaubenspraxis tatsächlich zusammen passen und Ökumene möglich ist.

Im ökumenischen Dialog wird die Heiligenverehrung theologisch eher wenig diskutiert. Auf praktischer Ebene stellt sie jedoch eine große Schwierigkeit im ökumenischen Miteinander dar. „Katholiken praktizieren sie gerne und oft auch sehr viel, während evangelische Christen sie ablehnen und dementsprechend gar nicht praktizieren“, sagt Ewerszumrode. In seinem Vortrag möchte Ewerszumrode zunächst aus der Geschichte die Entwicklung der Heiligenverehrung und ihre Problematik erläutern. Im Schlussteil zeigt er auf, innerhalb welcher Grenzen Heiligenverehrung für evangelische Christen nachzuvollziehen und praktizierbar sein kann.

Dr.-habil Frank Ewerszumrode OP lehrt Dogmatik an der PTH SVD St. Augustin und der Universität Würzburg. Bekannt wurde er durch seine Arbeiten über die Abendmahlslehre des Johannes Calvin, eines der wichtigsten Reformatoren. Für sie wurde der katolische Dominikanermönch 2011 mit Caspar-Olevian-Preis ausgezeichnet. Die Gesellschaft für Geschichte des Reformierten Protestantismus verlieh ihm für seine Arbeiten über Calvin 2013 den Johann-Friedrich-Gerhard-Goeters-Preis. Der Mainzer Theologe, der sein Noviziat im Dominikanerkloster in Worms absolvierte, war nach seiner Priesterweihe 2012 für einige Jahre als Kaplan in der damaligen Pfarreiengemeinschaft Bobenheim-Roxheim tätig. In der heutigen Pfarrei Hl. Petrus ist er als ein Prediger bekannt, der sich begeistern kann für Gott, die Ökumene und einen gepflegten Disput – beste Voraussetzungen für einen interessanten Abend über die Grenzen von katholisch und evangelisch hinweg. (HFe)

Autor:

Hermann J. Feise aus Lambsheim-Heßheim

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