Premiere auf der Freilichtbühne
Piraten der Esmeralda lüften Geheimnis des Piratenlebens
- Piratenchor auf der Esmeralda
- Foto: H. Feise (2026)
- hochgeladen von Hermann J. Feise
Zwei Dutzend Kinder und ein halbes Schiff auf der Bühne, so inszenierten Britta Merten und Cordula Menzinger-Bauer das Kindermusical „Das geheime Leben der Piraten“ von Andreas Schnittberger auf der Freilichtbühne im Busch. Am Fronleichnamstag konnte der Theaterkreis Bobenheim-Roxheim mehr als einhundert Zuschauer zur Premiere des diesjährigen Kindertheaters begrüßen. Theaterkreisvorsitzender Thomas Andres freute sich besonders über die beachtliche Zahl von spontan Entschlossenen, die trotz grauen Himmel und Regentropfen gekommen waren, die Kinder und das Theater zu unterstützen.
Das Stück beginnt furios, wenn gleich zu Anfang die Piratenschar mit einem halben Schiff auf die Bühne fährt und sich beklagt, schon sieben Monate kein Schiff mehr geentert zu haben – „langweilig“ sei das Piratenleben, so ihre Klage. Da muss Kapt’n Danton, von Lara Merten wunderschön in Pfälzisch mit französischem Akzent in Szene gesetzt, all seinen Charme aufbieten, um eine Meuterei zu verhindern.
Seine Piratenschar ist schon ein besonderes Volk aus der der alte Ir(r)e (Hanna Fruth) und die gefangen genommene Gouvernante (Leni Petry) herausstechen. Auch wenn die Piraten überzeugt sind „Ohne Bart am Kinn hat das Leben keinen Sinn,“ wenn man Haare auf den Zähnen hat, ist das kein Problem. Zum Publikumsliebling avancierte der Einäugige Spanier von Eva Panyai. Sein Streit mit der Geisel Prinzessin Filomena ist Geschlechterkampf vom Feinsten, auch wenn gegen die von Annamarie Taege großartig gespielte Prinzessin weder der Spanier noch der Kapt’n jemals eine Chance hatten – wer wie die Prinzessin lesen kann, ist halt klar im Vorteil.
Gesang auf der Freilichtbühne ist anspruchsvoll und so musste das Technikteam um Elisabeth Feise und David Andres filigrane Abstimmarbeit leisten, damit die von Cordula Menzinger-Bauer musikalisch hervorragend einstudierten Gesangseinlagen richtig zur Geltung kamen. Besonders begeisternd die Solobeiträge von Ruslana Amlyanchik, Lenja Ehresmann und Lisa Keppler.
Besonders bedankte sich Regisseurin Britta Merten schon vor der Aufführung bei dem Bühnenbauteam um Klaus Beckerle, welche auch mit Unterstützung einiger Eltern, die Schatzinsel mit Ozean, Schiff und Höhle in die Pfalz geholt haben, sowie Johannes Feise für die Spezialeffekte.
Der Theaterkreis führt das Kindermusical an den nächsten beiden Wochenenden noch viermal auf. Am 06., 07., 13. und 14. Juni 2026 sticht die Esmeralda jeweils um 15:00h in See. Geöffnet ist die Freilichtbühne ab eine Stunde von Aufführungsbeginn. Karten sind online im Kartenvorverkauf (www.theaterkreis1975.de/kartenvorverkauf/), bei Dominik Freer in Roxheim oder an der Tageskasse erhältlich.
Im August folgt dann Agatha Christies „Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee“. Details zum Spielplan finden sich auf der Homepage des Theaterkreises: www.theaterkreis1975.de/spielplan/
PS: Welche Geheimnisse das Leben der Piraten verbirgt, erfährt man nur live auf der Bühne aber nicht in der Zeitung oder im Internet … . ;-)
Autor:Hermann J. Feise aus Lambsheim-Heßheim |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.