Brückenheilige zu neuem Leben erweckt
Viele "Möglichmacher" verhindern den Sturz vom Sockel

Der Brückenheilige Johannes Nepomuk
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Langenbrücken. Sie erstrahlen nicht in altem Glanz - sie erstrahlen in bisher nie da gewesenem Glanz: Die Brückenheiligen Johannes Nepomuk und Maria Immaculata wurden fachmännisch restauriert und dadurch quasi zu neuem Leben erweckt. Nach wie vor säumen sie die Hauptstraße in Langenbrücken, aber jetzt traut man ihnen wieder zu, dass sie die Menschen beschützen, die sie hier tagein, tagaus passieren.

Angelika Messmer war es, die auf den schlechten Zustand der beiden Heiligen aufmerksam gemacht hatte.  Ihr ist es eine Herzensangelegenheit, die Geschichte zu bewahren. Es sei wichtig, sich mit seiner Heimat identifizieren zu können. "Ohne Geschichte sind wir gesichtslos", sagt sie - und freut sich gemeinsam mit den Spendern, den Historikern, der Verwaltungsspitze und den Restauratoren an der Rettung der Brückenheiligen. Die war vor allem dadurch möglich geworden, dass sich die Sparkasse Kraichgau bereit erklärt hatte, die Restaurierung mit 25.000 Euro zu unterstützen. Damit war schon einmal rund die Hälfte der Kosten gedeckt. Hinzu kamen Spenden von Privatleuten sowie gespendete Erlöse aus insgesamt drei Vorträgen von Jürgen Alberti und Dr. Rudolf Schmich.

Witterung und Straßenverkehr hatten dem Buntsandstein arg zugesetzt. Die Brückenheiligen, sie drohten von ihrem Sockel zu stürzen. Gabriele und Burghard Knauf, beide Bildhauer und Restauratoren, kümmerten sich um die Sanierung der beiden Postamente und der Brüstungen. Die Postamente sind die beiden Sockel, die die Inschriften tragen, sie stehen auf den beiden Brüstungen, also auf den ehemaligen Brückengeländern der Brücke über den Quotbach.

"Anfangs war das eine Zitterpartie", lässt Burghard Knauf wissen. Er wusste: Das wird viel Staub, Lärm und Dreck geben - und machte sich Sorgen wegen des Kindergartens und der Drogerie Woll in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Heiligen. Doch das Verhältnis habe sich so herzlich entwickelt, die Kinder seien so interessiert gewesen und von der Drogerie sei man über die ganze Zeit mit Starkstrom versorgt worden, dass sich alle anfänglichen Ängste als unbegründet herausstellten. Überhaupt seien die Langenbrücker stets sehr an den Arbeiten interessiert gewesen. Nach den Steinarbeiten kümmerte sich Andreas Wolf um die Bemalung.

Als "besonderes Geschenk im Jubiläumsjahr" bezeichnete Bürgermeister Klaus Detlev Huge die Sanierung, die Spender als "Möglichmacher". "Wir wollen den Menschen in der Region etwas zurück geben", sagt Thomas Geiß, Vorstandsmitglied der Sparkasse Kraichgau. Sein Dank gilt all jenen, die sich leidenschaftlich für den Erhalt der Brückenheiligen eingesetzt haben.

Autor:

Cornelia Bauer aus Bruchsal

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