Mädchen-Theater-Woche zum Thema
Frauenwahlrecht im Fokus

Die Einführung des Wahlrechts für Frauen vor gerade einmal 100 Jahren wurden beim Mädchen-Theaterprojekt, das das Jugendreferat des Ev. Kirchenkreises An Nahe und Glan in der zweiten Herbstferienwoche im Tagungshaus Gangloff veranstaltete, thematisiert.  Foto: ps
  • Die Einführung des Wahlrechts für Frauen vor gerade einmal 100 Jahren wurden beim Mädchen-Theaterprojekt, das das Jugendreferat des Ev. Kirchenkreises An Nahe und Glan in der zweiten Herbstferienwoche im Tagungshaus Gangloff veranstaltete, thematisiert. Foto: ps
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Gangloff. „Mädchen, macht Theater!“ lautet der Titel des Mädchen-Theaterprojekts, das das Jugendreferat des Ev. Kirchenkreises An Nahe und Glan in der zweiten Herbstferienwoche im Tagungshaus Gangloff veranstaltet hatte.
„Dabei darf das Theatermachen gerne im doppeldeutigen Sinn verstanden werden,“ erklärt Anika Weinsheimer, Jugendreferentin des Kirchenkreises. Gemeinsam mit Julia Hahn, Theaterpädagogin und Regisseurin und den vier ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Sophie Corazolla, Marie Sophie Gerth, Jessica Redeker und Jasmin Remmel erarbeitete die Jugendreferentin ein besonderes Theaterprojekt, das das 100-jährige Frauenwahlrecht in Deutschland zum Aufhänger hatte. „Das Recht der Frauen, wählen und sich politisch beteiligen zu können, ist heute in Deutschland und in allen Ländern Europas eine Selbstverständlichkeit.
Doch es musste hart erkämpft werden. Das möchten wir den Mädchen näher bringen,“ so Anika Weinsheimer. Vor 100 Jahren durften Frauen zum ersten Mal wählen – und sich zur Wahl stellen. 19 weibliche Abgeordnete zogen ins Parlament ein, darunter auch Arbeiterinnen. Es musste aber über viele Jahre weitgehend von den Frauen erkämpft werden. Am 30. November 1918 wurde das aktive und passive Wahlrecht für Frauen und Männer in der Verordnung über die Wahl zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung verankert.
Das 100. Jubiläum des Frauenwahlrechts nahm das Leitungsteam zum Anlass, um mit den Teilnehmerinnen theaterpädagogisch an ihren Stärken und sozialen-emotionalen Kompetenzen zu arbeiten. Dabei sollten die Teilnehmerinnen die Fähigkeit, Gefühle wahrzunehmen, Mut um Grenzen zu setzen und Neinsagen zu können, Vertrauen in die innere Kraft und Selbstwirksamkeit sowie einzigartige Stimme und Spielfreude erfahren- Theatermachen im doppeldeutigen Sinn.
Mit Julia Hahn, einer erfahrenen Theaterpädagogin und Regisseurin, haben sich die Teilnehmerinnen in einem Grundlagentraining für Körper, Stimme und Spielvermögen an die Kunst des Darstellens herangetastet und die Inhalte einer Theatercollage erarbeitet.
Dabei standen folgende Fragen im Raum: Was macht Mädchen stark? Wofür lohnt es sich, sich stark zumachen? Welche Rechte sind wichtig? Wie erging es Mädchen und Frauen vor der Einführung der Rechte für Mädchen und Frauen? Die Mädchen setzten sich außerdem mit Biografien von starken Frauen auseinander.
So wurden Zitate von Frauen wie Malala Yousafzai, Königin Elisabeth I., Astrid Lindgren, Valentina Tereshkowa, Kleopatra oder Winnie Harlow in Bewegungen und Bilder umgewandelt und ebenso zum Bestandteil des Theaterstückes.
„Das Prinzip der theaterpädagogischen Stückentwicklung fördert, neben der Auseinandersetzung mit einem Thema in besonderem Maße Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikation, Empathie, Kritikfähigkeit und Ausdrucksvermögen. Da das Endergebnis in der Gesamtgruppe erarbeitet wurde, fand ein permanenter Austausch, ein immerwährender Abgleich zwischen den eigenen Ideen und der Meinung der Gruppe statt.
Das schulte den fairen und respektvollen Umgang miteinander und vermittelte Kompetenzen, die die Teilnehmerinnen auch unabhängig von einem Theaterprojekt immer wieder einsetzen können,“ beschreibt Julia Hahn den Prozess der Stückentwicklung.
Das von den Teilnehmerinnen entwickelte Stück wurde am Samstagnachmittag vor Eltern, Geschwistern und Großeltern aufgeführt. In ausdrucksstarken szenischen Bildern zeigten die Mädchen, was sie stark macht und wofür sie sich stark machen wollen. Viele Eltern wischten sich während der Aufführung die eine und andere Träne der Rührung aus den Augenwinkeln und waren sichtlich stolz auf ihre starken Mädchen-und die Mädchen auf sich selbst auch. jlk/Anika Weinsheimer

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