BriMel unterwegs
Gut besuchte Vernissage von Korana Heel
- Korana Heel mit ihrem Mann Peer vor ihren Bildern
- Foto: Brigitte Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Waldsee. Am 7. November hatte das Waldseer Rathaus, Ludwigstraße 99, seine Türen geöffnet, um dem Publikum die ganze Bandbreite der Hobbykünstlerin Korona Heel zu zeigen. Man muss nicht erfolgreich sein, um zahlreiche Besucher*innen anzulocken, da reicht es, einfach nur beliebt zu sein wie Korona Heel. Dementsprechend gut besucht mit über 100 Gästen war es an diesem Abend in drei Etagen des Rathauses. Das Thema der Ausstellung war passend gewählt: „Bunt. Lebendig. Ausdrucksstark“. Die Hobbykünstlerin Korana Heel zeigte in ihrer ersten Ausstellung eine farbenfrohe Mischung aus Acryl-, Öl- und Aquarellbildern. Von Pop Art bis Action Painting, von Porträts bis Landschaften war alles dabei und jedes Werk erzählt seine eigene Geschichte. Neben ihrem Beruf hat Korana Heel die Liebe zur Malerei entdeckt, die aus Freude am Malen entsteht, einmal roh, verspielt emotional und dann voller Neugier.
Im Ratssaal traf sich alles, was Rang und Namen hatte und viele Menschen aus der Kunstszene. Aus Altrip waren etliche Personen hier wie Barbara Regelein vom Heimat- und Geschichtsverein Altrip e.V. (HGV) mit ihrer Freundin Hanni aus Mannheim. Auch der Ortsbürgermeister von Altrip Volker Mansky war heute hier. Die Altriper waren heute in der Übermacht. Brigitte Domke hatte mit Gitta Eckrich (örtliche Leitung der VHS Waldsee) wie gewohnt die Veranstaltung von A bis Z organisiert. Zum Empfang gab es Sekt und Selters sowie Orangensaft und Brezeln. Korana Heel kennt den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Patrick Fassott schon lange, deshalb ließ er es sich nicht nehmen, eine persönlich auf sie zugeschnittene Begrüßungsrede zu halten. Auch ihre Familie mit Ehemann Peer und Tochter Maja waren heute hier und es fühlte sich fast wie ein Familientreffen an.
Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von Profimusiker Jürgen Theil mit drei selbst komponierten deutschen Liedern. Jürgen Theil hatte früher in einer Band gespielt Seine Art von Musik ähnelte der eines Minnesängers mit einem außergewöhnlichen Instrument, einer Guitalele. Im Gegensatz zur Ukulele mit 4 Saiten hat die Guitalele 6 Saiten, ist aber genauso klein. Dass er vom Fach ist hört man einfach; er spielte sicher und hatte eine gute Stimme. Normalerweise ist er im Opern-Chor des Nationaltheaters Mannheim, das heutige Intermezzo sei sein Hobby. Schon sein Leben lang macht er Musik, zuerst auf dem Akkordeon und dann auf der Gitarre.
Nach dem musikalischen Entree mit „Ach, wie schön ist diese Welt“ begrüßte Patrick Fassott die Gäste und bedankte sich bei Brigitte Domke und Gitta Eckrich für die Organisation. In den heutigen Zeiten tue es richtig gut, von der multilateralen Krise wegzukommen, einfach zu genießen. Es sei für ihn ein ganz besonderer Moment heute hier zu stehen. Eine Altriper Übermacht herrsche heute hier im Rathaus Waldsee und eine prominente Bürgerin von Altrip stelle heute hier aus. Es ist eine Ausstellung, die sie in dieser Konstellation noch nie hatten, denn zum ersten Mal stellt eine Mitarbeiterin des Rathauses, eine Kollegin hier aus und das habe einen besonderen Charme. Sie seien nicht nur aktuell Kollegen und saßen 2014 Büro an Büro, er lobte sie, dass sie eine sehr geschätzte Kollegin sei. Ihr Mann Peer war mit Patrick Fassott zusammen in der Grundschule. Er nutzte die Gunst der Stunde und sei vorher durch die Ausstellung gelaufen und habe sich an bestimmte Situationen erinnert und es genossen, die ausdrucksstarken Farben in Acryl, Öl und Aquarell bis hin zur Popart zu bewundern. Auch ein Bild aus ihrer Heimat Rijeka/Kroatien ist dabei mit einer Brücke. Hängen geblieben seien bei ihm auch die Queen, die ihm zuzwinkert, und König Ludwig, der Sonnenkönig. Der Hai war 2024 gemalt worden. Was der Künstlerin durch den Kopf geht sieht man an den Bildern, die teilweise sogar schon verkauft waren. „Die Welt ist gut, die Welt ist schlecht“ ertönte es aus der Musikerecke bevor die etwas aufgeregte Künstlerin ein paar Worte verlauten ließ. Sie begrüßte mehrere anwesende Lehrerinnen und Lehrer, unter ihnen Brigitte, die den Stein ins Rollen gebracht hat. Dank an ihre Familie für ihre Unterstützung. Dankesworte auch an Brigitte Domke und Antje Strebel für die großartige Unterstützung bei der Organisation, Brigitte Braun-Dähler, die als erste vor vielen Jahren mit den Zeichenkursen die Neugier in ihr weckte und Sonja Blügel, die mit ihren Bob-Ross-Kursen Spaß und Freude am Malen näherbrachten. Weiterhin Dank an Waldemar Erz, der mit seinen ganz besonderen Techniken Farbe und Lebendigkeit auf die Leinwände zaubert, Anja Gensert, die unermüdlich ihr breit gefächertes Wissen und ihre Erfahrung weitergab und für sie ein ganz großes Vorbild sei. Farbig und voller Freude sind ihre Bilder die zum Ausdruck bringen sollen, dass man das Leben genießen soll. Malen ist eine Art Wellness für ihre Seele. Es geht nicht um die Perfektion, sondern um Freude und den inneren Frieden. Die Bilder sollen das Herz berühren und ein kleines Stück Lebensfreue weitergeben. Fassott meinte noch, dass sie gemerkt haben, wie wichtig eine Volkshochschule ist, entsprechend viele waren von der VHS heute da, wie die örtliche Leiterin Sibylle Hagedorn der VHS Altrip. Die VHS sei Türöffner für Korana Heel gewesen.
Das letzte Lied von Jürgen Theil hieß „Es ist schön, wenn wir uns wiedersehn“, welches anschließend mit viel Applaus bedacht wurde. Die Art, wie er sang erinnerte Patrick Fassot an einen bestimmten Sänger: Reinhard Mey.
Es gab Blumen für die Dame und ein Fläschchen Sekt für den Herrn als Dankeschön.
Künstler-Vita – Korana Heel: geboren 1976 in Sarajevo, lebt und arbeitet in Altrip. 1995 ist sie aus Bosnien gekommen als der Krieg fast zu Ende war. Ihre künstlerische Reise begann vor rund zehn Jahren mit Zeichenkursen an der VHS bei Brigitte Braun-Dähler. Nach einer kreativen Pause fand sie 2020 mit den farbenintensiven Ölmalereien nach Bob Ross zurück zur Kunst. Seit 2023 widmet sie sich intensiv der Acryl- und Ölmalerei bei Sonja Blügel und Waldemar Erz und entdeckte 2024 auch die Aquarellmalerei – insbesondere bei Anja Gensert – für sich.
Ihre Werke sind eine farbenfrohe Mischung aus Acryl-, Öl- und Aquarellbildern, die von Pop Art bis Action Painting reichen – von Porträts über Tiere bis hin zu lebendigen Landschaften. Korana Heel möchte mit ihren Bildern Fröhlichkeit und Lebensfreude vermitteln.
Erstmals stellte sie 2024 bei den Hobbykünstlern in Altrip aus, erneut 2025. Ein besonderes Werk von ihr ziert eine Hauswand in Altrip und zeigt die Geschichte der „Arznei Erna“, die einst mit dem Fahrrad Medikamente aus dem Nachbarort brachte – ein liebevolles Stück lokaler Erinnerungskultur.
Die Ausstellung wird noch bis 28. November 2025 zu den üblichen Dienstzeiten anzuschauen sein. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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