BriMel unterwegs
Viele Special Guests bei der ElVille Bluesband
- ElVille Bluesband mit Gastsängerin Helena Paul
- Foto: Brigitte Melder
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Wachenheim. Vor dem Badehaisel in Wachenheim war es krass voll an diesem Abend des 22. Juli. Das Wetter einfach hervorragend, nicht zu kalt oder zu warm. Das Pächterehepaar vom Badehaisel Petra und Klaus Mayer hatten alle Hände voll zu tun bei dem Andrang. Die Open-Air-Bühne wurde mit einem großen Retro-Teppich belegt und gab dem Ganzen einen Hauch von Wohnzimmerkonzert. Für die Technik hatte man wie immer in bewährter Weise auf Wolfgang Schumann (Video/Fotografie) und Frank Ruppi Ruppert (Technik) gesetzt.
Als Gast der Sessionreihe im Juli begrüßte man Helena Paul. Sie ist eine renommierte Sängerin aus London, die im Vereinigten Königreich, in Deutschland und in Spanien einen hohen Bekanntheitsgrad genießt. Sie reist für Live-Auftritte, Studioaufnahmen, Songwriting-Sessions und Gesangscoachings durch verschiedene Länder. Zu ihren Auftrittsorten zählen unter anderem Italien, die Schweiz, Österreich, Schweden, Polen und die Niederlande. Mit ihrem beeindruckenden Stimmumfang von dreieinhalb Oktaven und ihrer wunderbar warmen Stimmfarbe ist sie vor allem im Jazz und Soul zu Hause. Darüber hinaus schreibt und interpretiert sie Musik unterschiedlichster Stilrichtungen – von Soul und Reggae bis hin zu Pop, Blues und R&B. Sie ist bereits ihr gesamtes Erwachsenenleben im Musikgeschäft tätig und hat mehrere Solo-Veröffentlichungen in Großbritannien, den USA und Deutschland vorzuweisen. Zudem hat sie an der Seite zahlreicher Stars der Branche gesungen und Aufnahmen gemacht, darunter „Wet Wet Wet“, Peter Gabriel, Phil Collins, Incognito, Jocelyn Brown, Fischer-Z, Kym Mazelle und Angie Brown, aber auch mit deutschen Top-Stars wie Haddaway, Sasha, Edo Zanki, den Backstreet Boys, Sweetbox und Captain Hollywood. Helenas mitreißende Persönlichkeit begeistert ihr Publikum, das sich – ob sie nun als Solistin auf der Bühne steht, eine ihrer verschiedenen Bands anführt oder als Gast mit einer Big Band auftritt – stets unmittelbar in ihre Darbietung einbezogen fühlt.
Helena Paul stellte sich selbst vor und ließ wissen, dass sie seit 8 Jahren in Deutschland lebt und vorher in Spanien zuhause war. Sie liebt es hier für das Publikum mit dieser tollen Besetzung zu spielen. „I hope you enjoy!“ Das tat es genussvoll.
Helena Paul erinnerte mit ihrer Stimmfarbe und dem Stimmvolumen an Tina Turner 2.0. Die Band umrahmte das Ganze perfekt ohne groß vorher geübt zu haben. Den Einstieg mit WOW-Effekt legte sie mit „I can’t stand the rain“ von Tina Turner hin. Hierbei hatten Tom Karb und Tom Schaffert einen Solopart. Helena Paul hatte die Moderation inne und meinte zum Publikum „Ihr könnt tun was ihr fühlt, auch gerne tanzen“. Da vibrierte sogar der See mitsamt Springbrunnen bei „Sittin‘ on – The Dock oft he Bay“ von Otis Redding, „Letthegood Times roll“, „Black Coffee“ mit Frowin Ickler am Kontrabass, „Stormy Monday“ und „I feel good“. Am gestrigen Abend in der Dossenheimer Museumsscheuer hatten sie schon tolles Publikum, das begeistert mitmachte und die Wachenheimer stand ihnen in nichts nach. Helena Paul kam erst am Montagabend von Spanien nach Weinheim und rein ins Vergnügen, denn die Band hat mit ihr noch nie vorher geprobt und in Dossenheim hatten sie sozusagen das erste Mal improvisiert. Nach der Pause ging es frohgemut weiter mit „Ain’t no sunshine“ von Bill Withers, „Route 66“ von The King Cole Trio, „Lose control“ von Teddy Swims, „How sweet it is“ und zum Abschluss als Zugabe den Slow Blues „Dr. Feelgood“ von Etta James.
„Stammpersonal“ waren heute nur Bandleader Tom Schaffert (Gitarre), Frowin Ickler (Bass) und Tom Karb (Hammond) dabei. Heute wehte sozusagen ein frischer Wind durch die Band und es war viel los auf der Stage. Als Urlaubsvertretung für Sam Sommer saß Jakob Dinnebier am Schlagzeug, der auch bei den Sisabrothers trommelt. Tom Schaffert begrüßte das Publikum und stellte die Gäste vor. Robert Freitag beschrieb er als unfassbaren Gitarristen und Sänger und man solle sich schon mal auf viele Überraschungsgäste freuen. Gastmusiker Robert Freitag aus Karlsruhe ist noch nicht mal 17 Jahre alt, und beherrschte nicht nur die Gitarre, sondern hatte auch eine wundervolle Gesangsstimme. Er spielt bereits das dritte Mal mit der ElVille Bluesband und ist großer Fan von Stevie Ray Vaughn. Zum heutigen Gig begleitete ihn sein Vater Thilo Freitag.
Weitere Special Guests wurden auf die Bühne geholt: Die Sängerin Susan Horn, die im September Gast der Sessions sein wird, der Saxophonist Ian Fullwood und Jim Kahr (Gitarrist und Sänger), die Blueslegende aus Chicago.
Am 23. Juli belebt die Band wieder einmal die Konzertmuschel im Ludwigshafener Ebertpark, Konzertbeginn 19 Uhr. Gute Nachrichten und ein herzliches Dankeschön an die Fans, die für die Band gevotet haben. Die ElVille Bluesband gehört zu den vier am meisten gevoteten Acts und kommt somit in die Endausscheidung zur German Blues Challenge 2026, die im Rahmen des Freiburger Bluesfestivals am 07.11.26 stattfindet. Weiter Daumen drücken! (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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