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ElVille Blues Band mit Gaststar Sandie Wollasch

Die ElVille Blues Band mit Sängerin Sandie Wollasch | Foto: Brigitte Melder
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Wachenheim. Am 15. April hatte die Kulturkneipe Badehaisel in Wachenheim, Waldstraße 103, nicht nur die „Stammband“ ElVille Blues Band zu Gast, sondern auch die Sängerin Sandie Wollasch. Gemeinsam mit Tom Schaffert (Gitarre), Sam Sommer (Drumms ),Tom Karb (Hammond) und dem heute eingesprungenen Claus Bubik (Bass und Gesang), das dritte Mal dabei war und auch Ehemann von Sängerin Sandie Wollasch ist, machten sie den Abend zu etwas Besonderem. Claus Bubik kommt aus Karlsruhe und ist in der Szene absolut kein Unbekannter. Geht man auf seine Homepage muss man sich durch etliche Projekte scrollen, bei denen er mitgewirkt hat. Sandie Wollasch wurde die Musik praktisch schon in die Wiege gelegt, hat die Musik familienbedingt in ihrem Blut. Seit über 25 Jahren ist sie im Pop- und Jazzbereich auf den Bühnen der Region und darüber hinaus unterwegs. Auch sie hat schon mit vielen namhaften Bands zusammengespielt. Mit TRIBAND erhielt sie 2007 den Deutschen Musikpreis der Konzertdirektionen. Mit der 2012 produzierten CD, die mit der SWR-Big Band und namhaften Künstlern aus dem Lande aufgenommen wurde, zählt man sie zu den „Besten aus Südwesten“.

20 Uhr im Badehaisel, gut gefüllt und diejenigen, die bisher noch draußen den lauen Abend genossen haben, kamen ebenfalls noch irgendwie herein. Die Begrüßung wurde im Namen des Badehaisel e.V. von Tonja Hager vorgenommen. Sie freute sich, dass trotz TV-Fußballspiel so viele gekommen waren. Die Band performte zuerst als Quartett ohne Sängerin, aber bereits bei den ersten Tönen zu „Disco Pills“ wiegten sich die Körper im Takt. „Begrüßen Sie mit mir mit einem warmen Applaus Sandie Wollasch!“ rief Tom Schaffert dem Publikum zu. Außerdem stellte er das „neue Gesicht“ Claus Bubik vor. Sandie Wollasch plauderte locker zwischen den Stücken und erzählte, dass sie vor ca. 25 Jahren das erste Mal mit Helmut Hattler schon hier auf der Bühne im Freien gespielt hatte.. Heute spiele ihr Ehemann mit, der meistens musikalisch in anderen Projekten unterwegs ist und selten mit ihr Musik mache, jedoch mit ihr und dem gemeinsamen Sohn in der gleichen Wohnung lebe. Dem Publikum gefiels, lachte und applaudierte. Es sollte etwas zur Einstimmung gespielt werden. Ihre helle Sprechstimme, die an die Sängerin Michelle erinnerte, verwandelte sich beim Singen in eine sehr schöne stimmsichere Soulstimme. Solo-Einlagen der einzelnen Musiker begleiteten sie. Jeder bekam seinen Raum, um sich und sein Instrument zu präsentieren. „Don’t wait too long“ von Madeleine Peyroux performte sie agil und sympathisch – „Warte nicht zu lange!“. Vor 4 Jahren habe sie diesen Song das letzte Mal mit der Elville Blues Band gesungen und für heute hatten sie ein ganz buntes Programm zusammengestellt mit eigenen Stücken und Coverversionen. Zur Begeisterung des Publikums folgte der Song „That‘s all right“ von Elvis Presley, bei dem Tom Schaffert an seiner Gitarre sich voll ins Zeug legte und riesigen Applaus erntete. Sandie ließ die Bühne beben mit ihrem Temperament und kleinen Tanzeinlagen, da flogen die blonden Haare. Dann machten sie einen kleinen Ausflug zu einer Band, für die sie sozusagen missionarisch zwei Lieder performte. Von „Lake Street Dive“ spielten sie „Bad selfportraits“ und „Better than“, deren Sängerin Rachael Price im Original singt. Es folgte der eigene Song „Matter of time“ von Sandie Wollasch mit der Frage „Hat noch jemand Probleme mit Geduld?“ Hie und da Wortmeldungen, kleine Plauderei zwischendurch. Es ginge darum, dass man sich Zeit lassen soll, auch in der Liebe. Voller Inbrunst sang sie mit ihrer Powerstimme. Bedingungslos wurde „Unconditionally“ nochmal von allen performt bevor es in die wohlverdiente Pause ging. Anschließend folgten noch viele weitere tolle Musikstücke wie zum Beispiel „Fine brown frame“ oder „Getting over you“, das sandie wollasch zusammen mit Claus Bubik im Duett sang. (mel)

Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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