BriMel unterwegs
Die WeinbietsängerInnen vom Forsthaus Silbertal

Sieht aus wie das "Abendmahl" ist aber die Musikerrunde  | Foto: Brigitte Melder
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Wachenheim. Am 25. August hatten wieder die „Weinbietsänger“ den Nebenraum im Forsthaus Silbertal zum „Rudelsingen“ gebucht. Früher waren sie im Weinbiet und als dieses schloss wichen sie in das Forsthaus Silbertal aus. So wird nun jeden Dienstag von 13 bis 15 Uhr von ca. 30 Personen gesungen und das seit sage und schreibe 26 Jahren. Was für eine schöne Idee und es kann kommen wer will, jeder ist willkommen.
Seit Frühjahr 1998 trafen sich jeden Dienstag Personen aus verschiedenen Landesteilen unter dem Motto „Mundart und Musik“ auf dem Weinbiet, neuerdings ganzjährig um 13 Uhr im Silbertal. Sinn und Zweck der Weinbietsängerinnen und -sänger ist und soll es sein, Kulturgüter wie Mundart und Volksmusik zu pflegen und zu erhalten sowie es den nachfolgenden Generationen schmackhaft zu machen, um es dann weiterzuführen.
Die Lieder zum Mitsingen werden immer vorher von einem der „Bandmitglieder“ angekündigt. In einem extra dafür angefertigten Ringbuch DINA5 befinden sich Volkslieder von A bis Z – abends in einer Taverne bis Wohlauf in Gottes schöne Welt – mit Z fängt leider keins an. Wie immer war der Raum trotz Regen gut gefüllt und die Stimmung gelöst und lustig. So muss das sein! Der Chor sang begeistert mit. Nr. 45 bitte: „Hol e Häwel voll ruff“ und dann die Nr. 50 „Im Frühtau zu Berge“. Wer etwas zu dem Mittag beizutragen hat meldet sich per Glöckchen zu Wort wie Emil, der ein Gedicht in Pfälzer Mundart über die Vorteile vom Dubbeglas vortrug. Es war sehr unterhaltsam und sorgte für viel Gelächter und Applaus. Der Text war sehr lang und da er es so perfekt vortrug musste er es in- und auswendet kennen. Zum Ende hin stießen alle mit einem „Prost“ an. „Ach dud mir moi Herz so weh, wenn isch den Bode vun moim Woiglas seh!“ meinte er zum Abschluss. „In de Palz geht de Parre mit de Peif in die Kerch“ brachte „Lewe in die Palz am Roi“. Gitarrist Heinz ist der einzige „Profi“ in der Hobbyband, der in einer Band spielte. So stimmte er „Schalalalala“ an, das er bat mitzusingen. Mehr gabs vom Publikum aus nicht zu singen, den Rest übernahm er. Nr. 57 „In Junkers Kneipe“ begann unterstützt von drei Gitarren und drei Mundharmonikas. Man hat hier einfach Spaß am Musizieren und Beisammensein. Manche kannten die Texte auswendig und die Füße wippten im Takt mit. Nr. 58 „Isch bin vun de Palz“ – ja, des härt ma doch glei. Ganze „Mundharmonika-Arsenale“ lagen auf dem Tisch, da dachte man, wenn die nass gesabbert sind kommt eine neue dran, aber nein, die werden auf dem Oberschenkel ausgeklopft und schon geht es weiter. Auch die Mundharmonika hat verschiedene Höhen und Tiefen, so gibt es die hier gebräuchlichsten Tonarten in C-, E-, A-, G- und F-Dur. Gitarrist Fritz Strafinger bedankte sich bei allen Beteiligten, denn der musikalische Nachmittag neigte sich dem Ende zu. Noch die Nr. 3 „Ade, ade auf Wiedersehn“ und die Nr. 133 „S’is Feierobnd“ und dann konnte man noch gemütlich beisammensitzen. Die Gesangbücher wurden eingesammelt bis zur nächsten Ausgabe, wenn die Gitarristen Heinz Illner, Fritz Strafinger und Horst Rothaar wieder aufspielen und die Mundharmonika von Reinhold Wilhelm, Raimund Libawski und Claus Meyer dazu bespielt werden. (mel)

Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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