Baden-Württemberg schließt die Schulen - Stutensee, Ettlingen , Rheinstetten und Bad Herrenalb reagieren
Notfallbetreuung für Kinder

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  • hochgeladen von Jo Wagner

Region. Vor dem Hintergrund der flächendeckenden Schulschließungen zur Eindämmung des Coronavirus im Land, haben sich die Städte Ettlingen und Stutensee am Freitagmorgen auf die Einrichtung einer Notfallbetreuung eingestellt.
Ab Dienstag sind im "Ländle" wegen des Coronavirus Schulen und Kitas (vorerst) bis zum Ende der Osterferien zu, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach einer Sondersitzung des Kabinetts. 

1,5 Millionen Schüler im "Ländle" betroffen
Am Montag finde der Schulbetrieb noch regulär statt, um einen "geordneten Übergang" zu ermöglichen, so Kultusministerin Susanne Eisenmann, dabei geht's dann auch um das Thema "Hausaufgaben". Klar sei aber, dass den Schülern an rund 4.500 Schulen von dieser "Pause" keine Nachteile entstünden, so die Ministerin. Ziel sei, alle Abschlussprüfungen durchzuführen.
Ein paar Zahlen zu den Abschlussprüfungen: Jährlich stehen rund 50.000 Schüler im Abitur (berufliche + allgemeinbildende Gymnasien), den Hauptschulabschluss machen mehr als 20.000 Schüler pro Jahr, einen mittleren Schulabschluss etwa 60.000 Schüler pro Jahr, die Fachhochschulreife über 17.000 Schüler pro Jahr!

Immerhin geht's um rund 1,5 Millionen Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (rund 140.000 Lehrkräfte), dazu kommen etwa 450.000 Kinder an Kitas. Im Land gibt's immerhin rund 9.000 Kitas, öffentlich + privat - mit etwa 90.000 Erziehern oder pädagogisch Tätigen! 

Allerdings ist das Thema der Betreuung in diesem Kontext nicht vom Land geklärt - aber hier springen unter anderem Kommunen ein, zum Beispiel Ettlingen und Stutensee (Stand Freitag, 15.30 Uhr): Denn von diesen Maßnahmen sind sämtliche Kindertageseinrichtungen, Schulen, Verlässliche Grundschulen, Sprachförderklassen sowie Jugendzentren und deren jeweiligen Bildungs- und Betreuungsangebote betroffen.

Notfallbetreuung in Stutensee
Vor diesem Hintergrund arbeitet die Stadt Stutensee bereits auf Hochtouren daran, eine Notfallbetreuung für Kinder bis zu einem Alter von zwölf Jahren von Eltern aus systemrelevanten Arbeitsbereichen unverzüglich einzurichten. Dies schließt insbesondere die Kinder von Mitarbeitenden aus Laboren, Apotheken, Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeheimen, ferner von Verwaltungen, Ämtern und Behörden sowie von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten ein. Eltern müssen hierfür einen Nachweis erbringen, dass beide Elternteile in den obig aufgeführten Bereichen beschäftigt sind. Hierzu wurde eine Checkliste erarbeitet, welche Eltern ihre Kinder in der Notfallbetreuung der Stadt Stutensee betreuen lassen dürfen. In der Notfallbetreuung wird kein Essen angeboten, dieses muss von Zuhause mitgebracht werden. Die Stadt Stutensee wird am Samstag, den 14. März, von 9 bis 14 Uhr eine Hotline unter 07244/969-333 zur Anmeldung der Kinder für Eltern aus systemrelevanten Arbeitsbereichen einrichten. Zudem wird auf der Webseite der Stadt Stutensee unter www.stutensee.de ein entsprechendes Anmeldeformular bereit gestellt, welches an familienbuero@stutensee.de gesendet werden kann.

Notfallbetreuung in Ettlingen
"Ein Notfallplan ist immer ein Kompromiss, doch immer noch besser, als wenn es überhaupt keine Betreuung gebe", so Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold. "Wir würden eine Betreuung für schulpflichtige Kinder der Grundschule sowie den 5. und 6. Klassen anbieten und zwar für schulpflichtige Kinder, deren beide Elternteile in systemrelevanten Berufsgruppen tätig sind, das wären u.a. Mitarbeiter/-innen von Apotheken, Labore, Krankenhäuser/Pflegeheimen, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Ämtern und Behörden, Lebensmittelgeschäften und Drogeriemärken sowie Lieferbetriebe für Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs sowie von Reinigungsdiensten. Wer keine anderweitige Betreuungsmöglichkeit hat, kann sein schulpflichtiges Kind in die Notfallbetreuung bringen, jedoch muss es gesund sein, die Familie darf in den zurückliegenden 14 Tagen nicht in einem Risikogebiet gewesen sein und das Essen sowie das Getränk ist von zu Hause mitzubringen. Deutlich machte der OB, dass dies eine temporäre, freiwillige Leistung der Stadt sei.
Während der Notfallbetreuung für die schulpflichtigen Kinder wären auch nicht mehr alle acht Horte offen, sondern „wir würden an drei Standorten betreuen“, so Silke Benkert, Sachgebietsleiterin. Mögliche Standorte könnten die Schillerschule, die Hans-Thoma-Schule in Spessart und die Geschwister-Scholl-Schule in Bruchhausen sein. "Öffnungszeiten könnten wir von 7.30 bis 17 Uhr anbieten". Aufgrund der vielen Teilzeitkräfte bedarf es eines gut austarierten Dienstplans. Infos: Unter 07243 101-832 können sich Eltern von schulpflichtigen Kindern bis zur 6. Klasse, soweit das Kind eine Ettlinger Einrichtung besucht, ab Samstag, 14. März, von 9 bis 13 Uhr melden. Es können ausschließlich Fragen zur Notfall-Kinderbetreuung beantwortet werden.

Notfallbetreuung in Rheinstetten
Für Berufstätige aus der Gesundheitsversorgung sowie BOS (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste) mit betreuungsbedürftigen Kindern bis 12 Jahren richtet die Stadt Rheinstetten in Abstimmung mit den weiteren Trägern eine Notbetreuung ein; die Voraussetzungen sind jedoch nachzuweisen. Infos: Telefon-Hotlines von Stadt- und Landkreis Karlsruhe 0721 133 3333

Notfallbetreuung in Bad Herrenalb
Die Stadtverwaltung Bad Herrenalb hat einen Krisenstab in Sachen Coronavirus eingerichtet, der heute noch Infos zu Abläufen bekanntgibt, so Bürgermeister Klaus Hoffmann: "Wir werden unsere Bürgerinnen und Bürger über unsere sozialen Medien und über unsere Homepage stetig unterrichten."

Notfallbetreuung in Karlsruhe
Das Ordnungs- und Bürgeramt der Stadt Karlsruhe hat zudem in einer Allgemeinverfügung die Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumen verboten! 
Eine Notfallbetreuung wegen des Coronavirus wird es auch in Karlsruhe geben, damit wichtige Strukturen des öffentlichen Lebens aufrecht erhalten werden können. Hierzu berät derzeit, Freitag, 13. März, 18.20 Uhr, noch der zuständige Krisenstab. Infos: www.karlsruhe.de

Generelle Infos: Bei Fragen zum Coronavirus stehen folgende Telefonnummern zur Verfügung:Gesundheitsamt Karlsruhe, 0721 93681940 (Mo. - Do., 8 - 12 Uhr u. 13 - 16 Uhr, Fr. 8 - 15 Uhr)  - Hotline Landesgesundheitsamt 0711-90439555 (werktags von 9 - 16 Uhr)

Sehr groß ist der Info-Bedarf:

Corona: Hotline und Portal in Karlsruhe stark nachgefragt
Autor:

Jo Wagner

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