Pipeline im Saarland genehmigt: Bau startet im August

Eine neue Pipeline soll Wasserstoff zur Dillinger Hütte bringen (Symbolbild) | Foto: Andreas Arnold/dpa
  • Eine neue Pipeline soll Wasserstoff zur Dillinger Hütte bringen (Symbolbild)
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Saarland. Für Industrie und Arbeitsplätze im Saarland rückt der Aufbau eines Wasserstoffnetzes näher: Der Bau einer wichtigen Pipeline zwischen der französischen Grenze und Dillingen kann beginnen.

Das Oberbergamt des Saarlandes hat die 17 Kilometer lange Wasserstoffleitung zwischen Leidingen und dem Stahlstandort Dillingen genehmigt. Das teilte das Wirtschaftsministerium mit. Die Creos Deutschland Wasserstoff GmbH rechnet damit, dass die Bauarbeiten im August starten. Dann sollen auch weitere Informationen zum Projektstand und zu den nächsten Schritten folgen.

Wichtig für Stahl und Kraftwerke

Die Leitung ist Teil des geplanten Wasserstoffnetzes „mosaHYc“ im Saarland und im französischen Lothringen. Das Netz soll in den 2030er Jahren vor allem Industrie und Kraftwerke im Saarland versorgen.

Nach Angaben des Ministeriums soll über die neue Verbindung unter anderem die Dillinger Hütte ab 2029 zehn Jahre lang mit jährlich 6.000 Tonnen Wasserstoff beliefert werden. Der Wasserstoff soll aus einem Elektrolyseur im lothringischen Carling kommen.

Größtes Wasserstoffprojekt im Land

Die Pipeline soll rund 70 Millionen Euro kosten. Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich um das derzeit größte Wasserstoff-Infrastrukturprojekt im Saarland. Der Ausbau gilt demnach als Schlüsselfrage für die Zukunft der saarländischen Stahlindustrie.

Im Saarland läuft bereits der Umbau der Stahlindustrie hin zu einer CO2-ärmeren Produktion. Unternehmen stellen ihre Herstellung schrittweise von der kohlebasierten Hochofenproduktion auf wasserstoffbasierte Stahlerzeugung um. Neue Anlagen sollen die CO2-Emissionen bis Anfang der 2030er Jahre um bis zu 55 Prozent senken.

Für den Umbau zu einer „grünen“ Stahlproduktion werden insgesamt rund 4,6 Milliarden Euro veranschlagt. Bund und Land fördern das Vorhaben mit 2,6 Milliarden Euro. Den Rest finanzieren die Unternehmen selbst. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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