Neue Medienausleihe im Saarland: Tablet ab Klasse 5 gegen eine Gebühr

Den Einsatz von digitalen Medien will die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) an weiterführenden Schulen einheitlich organisieren. (Symbolbild) | Foto: dpa
  • Den Einsatz von digitalen Medien will die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) an weiterführenden Schulen einheitlich organisieren. (Symbolbild)
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Saarland. Eltern von Kindern an weiterführenden Schulen im Saarland müssen sich auf ein neues System für Schulmaterial einstellen. Ab August startet eine landesweit einheitliche Medienausleihe. Die jährliche Gebühr soll 160 Euro betragen.

In dem Betrag sind laut Bildungsministerium mehrere Lernmittel enthalten. Dazu zählen ein Tablet, gedruckte und digitale Schulbücher, Arbeitshefte sowie digitale Lernangebote. Das neue Modell ersetzt ab August die bisherige Schulbuchausleihe.

Bildungsministerin Christine Streichert Clivot erklärte, die bisherige Ausleihe sei zwar eine wichtige Errungenschaft gewesen. Für die Anforderungen der digitalen Welt passe sie jedoch nicht mehr.

Land verspricht Entlastung für Familien

Die sogenannte Landesweite Systematische Medienausleihe wird gemeinsam mit den Landkreisen organisiert. Familien sollen dadurch organisatorisch und finanziell entlastet werden. Lernmittel müssen nicht mehr selbst gekauft oder zusammengestellt werden.

Nach Angaben des Ministeriums soll außerdem sichergestellt werden, dass kein Kind aus finanziellen Gründen benachteiligt wird. Familien mit Bedarf können Unterstützung erhalten.

Zu den wichtigsten Bestandteilen des Systems gehören unter anderem:

  • ein Tablet für den Unterricht
  • gedruckte Schulbücher
  • digitale Bücher und Lernangebote
  • Arbeitshefte für den Unterricht

Einheitliche Geräte sollen Datensicherheit erhöhen

Nach Angaben des Landkreistages bringt ein einheitliches System auch technische Vorteile. Vorsitzender Patrik Lauer betonte, dass Datenschutz und Datensicherheit besser gewährleistet werden könnten, wenn überall die gleichen Geräte eingesetzt werden.

Private Tablets von Lehrern oder Schülern sollen deshalb nicht in das Schulnetz eingebunden werden. Geräte, die nicht zentral verwaltet werden, könnten die IT Infrastruktur gefährden. Im schlimmsten Fall könnte dadurch das gesamte System ausfallen.

Tablets aus bisherigen Programmen sollen eingezogen werden, sofern sie noch in gutem Zustand sind. Das sei keine Bestrafung für Schulen, die sich gegen das neue Modell entscheiden.

Bevor die Medienausleihe startet, müssen die einzelnen Schulen dem neuen System noch zustimmen. dpa/red

Autor:

Anja Stemler aus Kusel-Altenglan

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