Saarland plant Hilfe bei Waldbränden künftig enger mit Rheinland-Pfalz
- Das Saarland will nach den Wald- und Vegetationsbränden die Zusammenarbeit mit Rheinland-Pfalz, Luxemburg und Metz ausbauen.
- Foto: MIBS/A. Weber.
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Saarland. Nach mehreren größeren Wald- und Vegetationsbränden im Sommer baut das Saarland seinen Bevölkerungsschutz weiter aus und setzt dabei auch auf engere Hilfe über Landesgrenzen hinweg. Rheinland-Pfalz gehört zu den Partnern, mit denen das Land eine grenzüberschreitende Einheit für solche Einsatzlagen vorbereiten will.
Bis Mittwoch, 20. August, registrierten die Behörden 185 Wald- und Vegetationsbrände, 14 davon als größere Einsatzlagen. Besonders gefordert waren die Einsatzkräfte laut Innenministerium in Nonnweiler, Niederbexbach, an der Bahnstrecke Homburg–St. Ingbert, in Freisen und zuletzt am Samstag, 16. August, in Hirzweiler.
Dort breitete sich das Feuer auf 18 Hektar aus. Seit Dienstag, 19. August, ist der Brand gelöscht. Innenminister Reinhold Jost dankte den Einsatzkräften und Unterstützern, besonders den Landwirten.
Mehr Technik, mehr Geld, mehr Zusammenarbeit
Im Oktober will das Saarland den Vorschlag für eine gemeinsame Wald- und Vegetationsbrand-Einheit bei den Otzenhausener Gesprächen vertiefen und in einem gemeinsamen Letter of Intent festhalten. Ziel ist es, Personal, Wissen und Material grenzüberschreitend zusammenzuführen.
Wie das Innenministerium mitteilt, spricht das Saarland dazu mit Partnern in Metz und Luxemburg sowie mit Rheinland-Pfalz. Es geht unter anderem um hochgeländegängige Fahrzeuge, Wassertransport und Spezialtechnik für außergewöhnliche Einsatzlagen.
Auch den Bevölkerungsschutz im Land selbst will die Regierung stärken. Mehr als 12 Millionen Euro zusätzliche Investitionen in Ausstattung und Infrastruktur sind auf den Weg gebracht.
Mit einem neuen Saarländischen Bevölkerungsschutzgesetz will das Land den ganzheitlichen Ansatz auch rechtlich absichern. Der Ministerrat stimmte dem Entwurf am Dienstag, 18. August, zu. Die Einbringung in den Landtag ist für kommende Woche vorgesehen.
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |