Saarkohlenwald heute als Waldgebiet des Jahres 2026 geehrt
- Der Saarkohlenwald darf sich nun «Waldgebiet des Jahres 2026» nennen. Ihn zeichnet ein hoher Anteil an Eichen und Buchen aus.
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Wald-Auszeichnung. Im VHS-Zentrum wurde bekannt, dass der Saarkohlenwald die bundesweite Auszeichnung „Waldgebiet des Jahres 2026“ erhält und damit als Vorbild für nachhaltige Nutzung und Erholung gilt.
Der Bund Deutscher Forstleute würdigt mit dem Titel das Zusammenspiel aus Naturschutz, Bewirtschaftung und Naherholung. Die Auszeichnung wird seit 2012 jährlich vergeben und ist nicht mit Fördermitteln verbunden. Sie soll Aufmerksamkeit schaffen und die Arbeit im Wald sichtbar machen.
Thomas Steinmetz, Direktor des Landesbetriebs SaarForst, nahm die Ehrung in Saarbrücken entgegen. Er betont den Nutzen für die öffentliche Wahrnehmung. Gerade in dicht besiedelten Regionen stoßen forstliche Arbeiten oft auf Kritik. Die aktuelle Qualität des Waldes sei jedoch Ergebnis fachlicher Arbeit durch Waldarbeiter und Förster.
Warum der Saarkohlenwald überzeugt
Der Saarkohlenwald erstreckt sich über fast 50 Quadratkilometer zwischen Saarbrücken, Völklingen und Neunkirchen. Fachleute heben seine besondere Struktur hervor.
- Hoher Anteil an Misch und Laubwald ohne Kahlschläge
- Dauerwaldkonzept mit Fokus auf Stabilität und Klimaresilienz
- Bedeutung als Erholungsraum in einer dicht besiedelten Region
- Rolle als Zeitzeuge der Industriegeschichte und Ort der Umweltbildung
Der BDF spricht von einer Beispielfunktion. Solche Wälder zeigten, wie sich Waldentwicklung naturnah gestalten lasse und gleichzeitig viele Aufgaben erfülle.
Anerkennung für Generationen von Forstleuten
Für SaarForst ist der Titel auch ein Signal nach innen. Steinmetz sieht darin eine besondere Verantwortung gegenüber den Beschäftigten und früheren Förstergenerationen. Rund 200 Mitarbeitende tragen aktuell zur Pflege, Nutzung und zum Schutz des Waldes bei.
Umweltministerin Petra Berg bezeichnet den Saarkohlenwald als gelungenes Beispiel für das Zusammenwirken von Naturschutz, nachhaltiger Bewirtschaftung und Bildung. Die Anerkennung solle dauerhaft wirken und den Dialog mit verschiedenen Nutzergruppen stärken. dpa
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Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |