Diese Hunde helfen der Bahn beim Schutz seltener Tiere

Die Deutsche Bahn setzt bei Bauprojekten zunehmend Artenspürhunde ein. In Homburg-Beeden demonstrierten Ministerin Petra Berg und Bahnvertreter den Einsatz der speziell ausgebildeten Tiere beim Schutz geschützter Arten. | Foto: Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola
  • Die Deutsche Bahn setzt bei Bauprojekten zunehmend Artenspürhunde ein. In Homburg-Beeden demonstrierten Ministerin Petra Berg und Bahnvertreter den Einsatz der speziell ausgebildeten Tiere beim Schutz geschützter Arten.
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Homburg. In Homburg-Beeden setzt die Deutsche Bahn bei Bauprojekten auf speziell ausgebildete Artenspürhunde. Die Tiere sollen geschützte Arten schneller aufspüren und damit Planungen sowie Bauarbeiten beschleunigen.

Mobilitätsministerin Petra Berg und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, Ismail Ertug, begleiteten am Montag, 14. Juli, den Einsatz eines Artenspürhundes vor Ort.

Hunde suchen nach geschützten Tierarten

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, kommen die Hunde bei Instandhaltungen und Bahn-Bauprojekten zum Einsatz. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten durchsuchen sie Flächen nach geschützten Arten wie Zauneidechsen, Schlingnattern, Fledermäusen oder Haselmäusen.

Werden Tiere entdeckt, folgen Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen. Falls nötig, werden die Arten umgesiedelt. Laut Bahn soll das Verfahren helfen, Genehmigungen schneller abzuschließen und Bauzeiten zu verkürzen.

Petra Berg erklärte, der Schutz bedrohter Tierarten sei gesetzlich geregelt und müsse bei Infrastrukturprojekten berücksichtigt werden. Hunde könnten Tiere wegen ihres ausgeprägten Geruchssinns deutlich schneller erkennen als Menschen.

17 Artenspürhunde bundesweit im Einsatz

Nach Angaben der Bahn arbeiten derzeit deutschlandweit 17 Artenspürhunde für die DB InfraGO AG. Weitere sechs junge Hunde befinden sich aktuell in der Ausbildung.

Die Ausbildung erfolgt in mehreren Schritten:

  • Zunächst absolvieren die Welpen eine mehrmonatige Vorausbildung
  • Ab etwa einem Jahr folgt eine spezielle Ausbildung zum Artenspürhund
  • Trainiert wird unter anderem an stillgelegten Gleisen und auf Ausgleichsflächen
  • Die Hunde lernen dabei Gerüche von Eierschalen, Hautresten oder Kot geschützter Tiere kennen

Die ersten Artenspürhunde nahm die Bahn bereits im Jahr 2022 in Bayern in Betrieb. Seitdem wird das Verfahren nach Angaben des Konzerns bei immer mehr Projekten eingesetzt.

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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